Malteserblicke

Malteserblicke

Der Malteser Podcast der Diözese Dresden-Meißen & Görlitz

Transkript

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00:00:00: Also wenn mich immer jemand fragt, warum... Was findest du eigentlich am Hausnotruf so gut?

00:00:04: Dann ist es glaube ich das was Du gerade mit der Lücke beschrieben hast ziemlich.

00:00:07: Also dieser Moment da wohnt jemand für sich alleine in der Wohnung.

00:00:11: Ist komplett für sich noch autonom darin hat ein gutes Leben im hohen Alter und nur weil die Person stürzt und nicht mehr aufstehen kann, kann es doch nicht sein dass sie in irgendeine andere Wohnformen ziehen muss oder was auch immer passiert.

00:00:24: also Also am Endeffekt hilft, dass auch den Leuten tatsächlich selbst bestimmt noch im hohen Alter wohnen zu können.

00:01:09: Über allem steht dabei die Frage, was ist das für ein Mensch der es nicht zur beruflichen Aufgabe gemacht hat anderen Menschen nahezu sein.

00:01:17: Wieder einmal bin ich am frühen Morgen unterwegs – dieses Mal bei schönstem Vogelgezwitscher!

00:01:24: Ich befinde mich auf dem Weg nach Leipzig zum Hausnotruf der Malteser.

00:01:28: Dort habe ich mich mit André Krause verabredet, mit dem ich hautnah in den Hausnutruf eintauchen werde Und das auch schneller, als mir lieb sein wird.

00:01:49: Oder?

00:01:51: Darf ich hier den stehen bleiben oder ist da gleich noch das nächste?

00:01:54: Da ist ja niemand da!

00:01:58: Ich war hier noch nie, ich hab keine Ahnung... Ich bin erst mal schön dran vorbeigefahren und dann habe ich einfach nur gesehen, Malteser Hausnot ruft.

00:02:04: Ja.

00:02:05: Äh,

00:02:06: ja.

00:02:07: Und ich dachte aber nach ein paar Beboten, die ist das, das machst du lieber nicht.

00:02:11: Aber gut, dass du hier gerade standst.

00:02:13: Ich

00:02:14: hab schon gedacht, Mensch, ich habe einfach verpasst.

00:02:19: Hast du mich denn gesehen oder was?

00:02:25: Kann ja nicht so schwer sein.

00:02:30: Das stimmt

00:02:30: wohl.

00:02:31: Kann ich hier stehen bleiben?

00:02:32: Ja, total.

00:02:32: Es ist eigentlich unter der Woche alles voll mit uns aber es ist ja... Gott sei Dank, Samstag.

00:02:38: Samstagmorgen!

00:02:40: Findest du?

00:02:42: Ich hätte die Straßen so schön frei.

00:02:43: Das stimmt!

00:02:44: Oh ja, das stimmt.

00:02:45: So schnell war ich nicht auf Arbeit gefühlt.

00:02:46: Ich bin wirklich gut durchgekommen.

00:02:49: Aber bist Du jetzt aus Dresden gekommen oder?

00:02:50: Ja, genau.

00:02:51: Also sagst Du, dass es dir so viel ist.

00:02:53: Was hast Du denn eine Stunde

00:02:55: und fünf zu tun?

00:02:56: Eine Stunde sieben Rundgarten gezeigt.

00:02:59: Hab dann noch Betank für Naja... Dann müssen

00:03:01: wir glaube ich nicht drüber reden.

00:03:03: Gestern, ich habe gestern zwei Euro drei gesehen.

00:03:05: Ich hab zwei Euro vier gehabt

00:03:06: worden.

00:03:08: Also, aber das ist alles nie mehr feierlich.

00:03:10: Das ist ja für euch wahrscheinlich die richtig... Du musst mir zeigen wo du da gehst?

00:03:12: Ja, ja!

00:03:13: Oh, ich weiß gar nicht tatsächlich.

00:03:15: Und es geht ja relativ... Es geht ja.

00:03:16: das ganze Getanke geht ja an uns vorbei sag' ich mal.

00:03:19: Ach so.

00:03:19: Das läuft alles über Tankarten und wird ja zentral abgebucht, dass wir ihn nämlich annehmen.

00:03:25: Aber das wird schon Finster sein jetzt in den letzten vielen Jahren.

00:03:27: Dann krieg mal die Fahrdienste.

00:03:28: Da sind leidt sich glaube ich um wie sechzig Autos.

00:03:33: Die haben jetzt praktisch einen Einsatz im Haus.

00:03:46: Das heißt, wir haben in der Diebstelle betreutes Wohnen.

00:03:50: Alle Leute die in den betreuten Wohnen wohnen, haben auch Hausnudrunsgerät von uns.

00:03:53: und wenn wir einen Einsatz hier kriegen ist es so dass wir ein Interessor an der Pflege haben wo alle Schlüssel hinterlegt sind.

00:03:58: das ist jetzt ein kleiner Spezialfall, dass die Kollegen den Schlüssel aus dem Interessort der Pflege holen.

00:04:04: und damit gehen wir zur Teilnehmerin.

00:04:07: Wir werden noch

00:04:07: nicht mehr Zeit, dass man sich irgendwie mal mit einem hinsetzen kann.

00:04:10: Nein, richtig!

00:04:11: Ich

00:04:11: komm mir an.

00:04:12: Wir müssen dazu sagen, du bist ja auch nicht alleine,

00:04:14: ne?

00:04:14: Nee genau, da haben wir noch zwei Kolleginnen Kollegen dabei, die wir jetzt gerade haben.

00:04:20: Und jetzt umsetzen

00:04:21: Sie die Schlüsseln?

00:04:22: Das ist spannend, weil die Schlüsse wahrscheinlich bei der Pflege sind.

00:04:28: Genau!

00:04:29: Das ist der Enttage.

00:04:34: Genau, das ist okay.

00:04:35: dann noch.

00:04:36: Und des Sechs.

00:04:43: Weil ich würde uns nicht aufmachen können.

00:04:49: Nein, es ist gestürzt.

00:04:50: Ihr seid quasi im Kontakt mit den Pflegeln gekommen

00:04:54: und das hat wie gesagt im Haus total spannend.

00:04:56: Meine viele Leute hier haben Pflege, nehmen das einen Anspruch sozusagen.

00:05:02: Und logischerweise nimmt sie eine Tour jetzt mehr über Schlüssel mit und ist halt ein Special Fall sozusagen dass die gerade in der Pflege sind.

00:05:10: Die kommen eigentlich später hier herum quasi mit den Schlüssen jetzt.

00:05:14: Ja

00:05:15: genau, wir haben eine Tour haben wahrscheinlich jetzt früh, um die Zeit sieht es ganz laut Tabletten setzen und so weiter aus.

00:05:23: Das Gerät geht schon.

00:05:26: Wir haben jetzt praktisch gerade die Ansage

00:05:28: von Geräte

00:05:29: gehört.

00:05:30: drinnen nochmal, das hat eine eigene Ansage in einer komputerstimme dass der praktisch die Auslösung registriert wurde.

00:05:37: damit heißt die teilnehmende Person.

00:05:39: Dass es funktioniert hat!

00:05:40: Ich meine jetzt hier zeitlich ist das Wahnsinn.

00:05:43: wir reden jetzt von einem Anruf von fünf Minuten.

00:05:45: im Normalfeuer reden wir hier vor halb Stunden.

00:05:50: Die Anfahrten sind wahrscheinlich noch drüber und

00:05:53: es ist ja schon

00:05:53: dass die Anfahrt unterschiedlich sein können.

00:05:55: kann sein dass du hier irgendwie In einem Stadtteil vielleicht gerade mit dem Einsatz fertig bist, dann wirst du in ein Stadtteil gerufen der sechs Kilometer weg ist und du hast eine furchtbar schlimme Anfahrt weil es vielleicht gerade Rush Hour ist mittags.

00:06:10: Dann kann's gut sein dass du tatsächlich mal eine halbe Stunde paus bist.

00:06:12: Die Hälfte nahe, die haben sie auch noch auf den Tisch gelegt drin.

00:06:28: Ich muss zu sagen mit dem Schlüssel für die Kunde, die wir haben Klingeln vorher, machen die Tür auf und rufen nach der Frau Gürglitz.

00:06:35: Und melden sich an, dass sie dich erschrickt, was hier eigentlich los ist...

00:06:39: ...und

00:06:41: ja schauen erst mal nach, was los ist sozusagen.

00:06:44: Bisschen die Situation einschätzen, ob sich jemand verletzt hat und so weiter und sofort.

00:06:47: Ja, die Teilnehmerin, die ist gesturzt wahrscheinlich auf dem Weg zur Toilette hingefallen.

00:06:53: Das ist jetzt gar nichts Unübliches.

00:06:54: Da ist ein ganz klassisches Sturz hergegeben, das jemand auf Toiletten geht.

00:06:58: Und tja, wir

00:07:00: müssen zusammen igätsgut!

00:07:01: Ja, genau das ist wichtig.

00:07:03: Hier geht es so weit gut.

00:07:04: Scheint sich nichts getan zu haben.

00:07:08: Die Kollegen sind noch zufällig auf der Weise zu zweit da... Das ist auch ganz spannend und günstig jetzt.

00:07:12: Normalerweise sind wir allein.

00:07:14: Das hat sich nur gerade hier tatsächlich eine Dienststelle ergeben dass sie beide gleichzeitig da waren.

00:07:19: Eben die Teilnehmende auf.

00:07:21: Wir checken immer vorher wie sie ihr geht Machen einen kleinen Körpercheck.

00:07:25: Hat sie sich irgendwie verletzt?

00:07:26: Hat sie sie auf den Kopf gefallen?

00:07:28: Und alles um einfach sicherzugehen Dass sie sich nicht weiterverletzt hat.

00:07:31: So, mein Kollege kreischt jetzt auch

00:07:33: unter dem Arm.

00:07:33: Anstellen?

00:07:37: Genau!

00:07:39: Das fällt ihm

00:07:39: schwer.

00:07:39: Entweder so oder so... Die Teilenehmende hat ihren Notrufknopf als Kette umhängen.

00:07:47: Ganz günstig, so kann sie ganz gut ran, weil sie auf ihrem Arm lag.

00:07:50: Es gibt nur zwei Möglichkeiten und man kann das praktisch als Ketten- oder Armband tragen.

00:07:54: Ich würde sagen es ist fifty-fifty verteilt gerade bei jemandem da.

00:07:59: Vielleicht aufgrund irgendeiner Lähmung, aber dann ein bisschen schlecht zurechtkommt.

00:08:01: Das ist immer ganz günstig und hat das als Ketterdruck im Mängel.

00:08:06: Die Teilnehmer hatten Einschränkung schon von gutem Brot an.

00:08:08: Das wissen wir daher dafür.

00:08:09: die Personen, die bei uns praktisch jetzt... Im Haus und Drufs sind wir machen oder wir unterhalten uns wenn wir die Person anschließen, wenn sie praktisch vom Gerät von uns bekommen.

00:08:21: Sehr intensiv darüber wie die Vorurkrankungen sind vielleicht, welche Medikamenten sie nehmen

00:08:26: usw.,

00:08:26: was ist gerade dabei da?

00:08:27: Weil der Teil dem hier ist ganz spannend.

00:08:35: Ich kann gerade selber auch nur so viel sagen.

00:08:38: Also für mich ist voll ins kalte Wasser geschmissen, das erste Mal.

00:08:42: Ja tatsächlich!

00:08:43: Und

00:08:43: dann mit dem Sist,

00:08:45: der da liegt...

00:08:50: Das wird einem erst bewusst, dass man wirklich aktiv damit zu tun hat wie eingeschränkt die Leute aufgrund eines einfachen Sturzes sind.

00:09:03: Die ist jetzt gestürzt und hat sich überhaupt nicht verletzt.

00:09:06: Sie stürzen auch öfter im Sinne, also man ist schon öfter hier.

00:09:12: Aber was wäre die Alternative?

00:09:14: Wenn jemand da wäre und wir die Tür aufmachen können um ihr helfen oder sie würde hier liegen.

00:09:19: Was die Kollegin jetzt macht, die löst das Gerät nochmal aus, um sich praktisch bei der Hausnotrufzentrale von uns zurückzumelden und Bescheid zu geben, was los ist.

00:09:29: Das sind unsere Ansprechpartner, das sind auch die aber.

00:09:31: Wir werden nachher noch ein bisschen besser zusammenreden.

00:09:33: Da sind die praktisch den Anruf, was wir entgegennehmen mit der Auslösung.

00:09:38: Das ist die selbe Zentrale, die uns auch hierher geschickt hat.

00:09:42: Die sitzen... Meines Wissens nach bei Köln.

00:09:48: Es ist also zentralisiert bundesweit sozusagen.

00:10:22: Auf dem Weg hier her habe ich die Podcast-Folge gehört von Und in den Tiefsten Corona-Zeiten.

00:10:28: Es muss wohl Winter gewesen sein, weil ich erzählt hatte irgendwas von Schnee und da hat die Frau Tharbo mit der ich das gemacht habe damals von Herzklopfen gesprochen.

00:10:37: wenn man da in so ein Zimmer reingeht und ganz ehrlich ... Ich bin ja richtig reingeworfen worden und dieses Herzklopf, ich hab's gemerkt also... Das war wild!

00:10:47: Wie ist es bei dir?

00:10:49: Hast du noch Herzklöpfe bei solchen Sachen oder...?

00:10:51: Ja auf jeden Fall.

00:10:52: Also es kommt ein bisschen drauf an, was man natürlich gesagt bekommt.

00:10:55: Was los ist?

00:10:57: Man muss sagen die meisten Kontakte sind ohne dass wir einen guten Sprachkontakt haben.

00:11:02: das heißt wir wissen nicht unbedingt was passiert wenn wir die Tür aufschließen und reinkommen und gerade bei denen ist immer ein bisschen noch Herzklopfen dabei.

00:11:11: auf jeden Fall weil man natürlich nicht so richtig weiß was einem erwartet die Ansage kriegt, okay da ist jemand vielleicht einfach nur vom Sofa gerutscht.

00:11:20: Im geht's gut.

00:11:21: also ne?

00:11:21: Die Person konnte sich mit unserer Zentrale unterhalten und es ist alles in Ordnung.

00:11:25: dann fährt man auf jeden Fall mit ein bisschen einem anderen Bauchgefühl hin als so jemanden wo es vielleicht eine Auslösung ohne Sprachkontakt gab und man denkt oh was erwartet einen da jetzt vielleicht an jeder Tür?

00:11:37: Boah!

00:11:38: Okay krass aber wir haben ja hier so eine kleine Besonderheit.

00:11:41: Vielleicht kannst du noch mal kurz skizzieren weil Also das ist nur von meinem Empfinden.

00:11:47: Hier ist ein gut Platz, aber für das was ja alles drin ist... Das ist ja wild!

00:11:54: Also es ist wirklich wild.

00:11:56: Was hast du hier?

00:11:56: Hier sind ja viele verschiedene Dienste drin.

00:11:59: Ja also die Dienststelle an sich wie ich dir eingangs schon gesagt habe, dass ist das spannendste einer Dienststell.

00:12:04: Wir sitzen praktisch in einem Gebäude wo oben drüber und betreutes Wohnen ist.

00:12:07: Das heißt, es sind ganz normale Wohnungen.

00:12:09: da wohnen Leute drinne.

00:12:11: diese Wohnungen sind barrierefrei Tendenziell natürlich eher gemietet von Seniorinnen und Menschen, die in Ordnerweise auf diese Barrierefreiheit angewiesen sind.

00:12:22: Und unsere Dienststelle sitzt sozusagen im Erdgeschoss komplett unten drunter.

00:12:28: Hier arbeiten so viele Dienste parallel nebeneinander.

00:12:31: Wir sitzen jetzt gerade im Büro vom Hausnotruf.

00:12:34: Gleichzeitig ist der Menüservice in der nächsten Tür daneben.

00:12:37: Uns gegenüber war die Ausbildung zur ersten Hilfe der Fahrdienst, die Schulbekleidung und alles hier drin Ja, schon besonders.

00:12:45: Und wie wir schon hatten für den Samstag-Vormittag ist es hier sehr ruhig

00:12:50: und unter

00:12:51: der Woche um die Uhrzeit richtig viel los.

00:12:54: Hier ist schon gut was los.

00:12:55: also mir gefällt manchmal ist es einem zu viel wenn man gerade dann sich doch vielleicht mal an Arbeiten setzen muss wo man ein bisschen länger eine höhere Konzentrationsstufe halten muss.

00:13:04: aber ich genieße es auch sehr dass man einfach zur Tür raus geht und sich unterhalten kann.

00:13:08: Was sind das so?

00:13:09: Wo du dich ein bisschen länger darauf konzentrieren musst?

00:13:13: Naja, ich sag mal eher Sachen wo man länger damit beschäftigt ist.

00:13:18: Sachen vielleicht zu schreiben am Computer und so weiter... Ich arbeite ja zusätzlich noch in der Ausbildung für den Hausnotruf und wenn man da Sachen vorbereitet für die Ausbildung muss man die Gedanken schon etwas anders zusammennehmen.

00:13:33: dann merke ich schon oft Vielleicht ziehe ich mich dann doch in ein anderes Büro zurück.

00:13:37: Powerpoint-Präsentationen,

00:13:38: XYZ?

00:13:39: Zum Beispiel

00:13:39: ja zum Beispiel!

00:13:42: Okay um das Ganze nochmal ganz kurz noch mal vielleicht von vorne aufzudröseln was ist denn der Hausnotruf?

00:13:50: Grundsätzlich ist der Haus notruf aus meiner Sicht ein Absicherungssystem für Menschen die in ihren eigenen Wänden eine Lage geraten wo sie sich selber nicht mehr aushelfen können.

00:14:04: Das heißt, der Klassiker sind Seniorinnen und Senioren die einfach aufgrund ihres Alters Vorerkrankungen stürzen.

00:14:15: Und da muss immer noch nichts passiert sein.

00:14:16: Da muss sich niemand verletzt haben sondern die stürzten einfach nur und haben selber nicht die Kraft hochzukommen.

00:14:21: Ein ganz klassisches vielleicht über die Balkon-Stufe in die Wohnung gefallen... ...und ihnen geht's soweit gut aber sie schaffen es einfach nicht mehr aufzustehen weil die Kraft in den Beinen fällt.

00:14:31: Arthrose ist ein Thema das tut einfach alles weh Und diese Leute wohnen allein in ihrer Wohnung und brauchen dann einfach eine Möglichkeit, Hilfe zu bekommen wenn sie dort liegen oder nicht mehr hochkommen.

00:14:44: Der Hausutruf ist nichts anderes eigentlich als ein Gerät plus die Leistung dahinter dass jemand kommt und ihn hilft.

00:14:54: Jetzt nicht nur auf Sturze bezogen natürlich auch andere Probleme.

00:14:58: Wenn man merkt man braucht einen Rettungsdienst kann man über dieses Gerät genauso gut den Rettungstienst trufen Die Feuerwehr, die Polizei, was auch immer.

00:15:04: Aber jetzt im klassischsten Sinne ist es geht jemanden schlecht in den eigenen vier Wänden und aktiv Person kann sich selber nicht aus dieser Situation helfen.

00:15:13: Wir beide hätten ein Handy einstecken ja wir hätten hier kein Problem.

00:15:17: okay uns geht's irgendwie schlecht.

00:15:18: wir rufen an Wir rufen irgendjemandem an und so weiter und das kommt die jemand oder wir können uns selber draus befreien.

00:15:24: wir reden hier von Leuten die wirklich im hohen Alter sitzen Wo vielleicht ein Mobiltelefon erst mal kein Thema ist.

00:15:33: Leute, wo auch vielleicht Angehörige weit weg wohnen und niemand mehr, die selber nicht mehr so aktiv sind oder nicht mehr aus der Wohnung rauskommen... Die Gefahr ist einfach sehr groß, dass sie sich nicht helfen

00:15:44: können.

00:15:46: Das ist einfach ein Absicherungssystem.

00:15:47: Wenn man hört, wie viele haben den Knopf, dann können Sie drücken.

00:15:50: Dann stellt das Ding eine Telefonverbindung her zu unserer Hausentrufzentrale, wo dieses Gerät was da steht Und dann können Sie sich erst mal mit uns unterhalten und gucken, was los ist.

00:15:59: Du hast gesagt ... du hast gesagt, dass sie dir damit auch den Notruf einleiten könnten?

00:16:08: Aber es ist ja nur einen Knopf!

00:16:09: Genau.

00:16:10: Wie funktioniert

00:16:11: das

00:16:11: denn?

00:16:11: Also die grundsätzliche Funktion ist ja so... Es gibt das Haus-Notrufgerät und im klassischen Falle den Funkcenter.

00:16:19: Den die entweder als Kette oder als Armband tragen können.

00:16:23: Die Idee ist dass ihr egal wo sie stürzen oder egal, wo es ihnen schlecht geht.

00:16:29: Sie einfach diesen Knopf drücken können und das Gerät selbst löst dann aus und stellt diese Verbindung her.

00:16:38: Die Verbindung läuft in die Hausnotrufzentrale,

00:16:41: d.h.,

00:16:41: da sind genauso mal Täsern, die machen den ganzen Tag vierundzwanzig Stunden nichts anderes als diese Anrufe entgegennehmen ein bisschen wie eine Notrufleitstelle sozusagen für uns speziell für den Hausnotruf und diese Leute reden mit den Teilnehmten, die ausgelöst

00:16:55: haben.

00:16:56: Und die Hausnotrufzentrale entscheidet dann was los ist, was gemacht wird und löst alles weiter raus sozusagen.

00:17:05: Ah ok das heißt es wird sowieso erst mal alles dort geklastet?

00:17:09: Genau genau also die Verbindung ist immer die Haus-Notruf-Zentrale, die kommen immer daraus und von dort wird weiter gebaut sozusagen.

00:17:17: Es kann verschiedene Sachen sein.

00:17:18: Es kann sein, dass wir dazu gerufen werden wie wir es heute schon hatten.

00:17:21: Wir sagen okay ganz klassisch bitte der Bereitschaftsdienst in Leipzig bitte mal hinfahren abchecken was da ist.

00:17:27: Das kann genauso sein wenn jemand auslöst und sagt mir geht's so schlecht ich brauche den Rettungsdienst und kommt selber.

00:17:32: also es ersetzt halt auch das Telefon es ersetzt vielleicht auch für viele Leute.

00:17:35: meiner Erfahrung haben super viele Leute Angst davor die Rettung zu rufen.

00:17:42: Ich glaube, dieses Vertrauensthema der Malteser gibt dort praktisch einen Ansprechpartner.

00:17:48: Mit denen kann ich erst mal reden bevor ich diese ominöse one-one-two wähle.

00:17:53: Was ja auch ein bisschen dafür spricht muss ich mal sagen weil das heißt die haben ja auch noch ein gewisses Vertrauen Die letzten Endes, vor allem jetzt in dem Fall natürlich gerade in die Maltese.

00:18:03: Wo die sagen können, da sitzen Leute, die haben eine Ahnung und wahrscheinlich auch eine Ausbildung, wie du es dir an einen Anklingen lassen hast?

00:18:10: Und die werden schon das Richtige tun!

00:18:12: Da ist ja ein riesengroßer Vertrauensvorschuss zu sehen, ich sehe das sogar noch.

00:18:16: Ja definitiv.

00:18:18: Man darf das wirklich nicht um den Tisch fallen lassen... Wie krass das ist dass Leute v.a.

00:18:24: Senioren sind alleine.

00:18:28: Es ist so, man merkt das wenn man die Termine hat.

00:18:31: Wenn man da hinkommt dass es kaum noch Angehörige oder Bekannte gibt und wir als Malteser halten so einen Vertrauensvorschuss von denen in dem Moment wo sie sagen okay ich vertraue drauf dass ich diesen Knopf trage.

00:18:44: Ich drücke diesem Knopf wenn's mir schlecht geht Und der Hausentwurf der Maltese wird sich darum kümmern mir zu helfen.

00:18:50: Das heißt egal wie schlecht es mir geht Wir reden jetzt ja wirklich von kritischen Situationen.

00:18:54: Es kann genauso sein Dass du stürzt haust dir den Kopf dort an der Kommode auf nimmst Blutforte, das blutet richtig straff.

00:19:01: Das

00:19:02: wird nicht so schnell auffüllen.

00:19:03: Du merkst dir geht's schlecht.

00:19:05: vielleicht hast du das Gefühl es könnte ein Schlaganfall sein?

00:19:07: Du musst das Ding drücken und weißt dir wird geholfen!

00:19:09: Du musst nicht erst... Du gibst das ab und weisst egal ja du bist vielleicht alleine in diesem Moment dort.

00:19:15: Du kannst jetzt nicht mit einem Mobiltelefon umgehen.

00:19:17: Du liegst auf dem Boden kommst nicht an deinen Festnetz ran.

00:19:20: Du kann diesen Knopf drücken.

00:19:20: die Malteser werden sich kümmern.

00:19:22: Egal wie erstmal aber sie sind plötzlich gekümmert.

00:19:24: Und die Leute die dann an die Telefone gehen beziehungsweise mit denen, die Kontakt haben.

00:19:30: Die haben ja wirklich was gelernt und du hast es ja schon angesprochen.

00:19:33: Ausbildung da würde ich gerne noch mal ein bisschen tiefer reingehen.

00:19:36: was... Was können denn die Leute, die dann da sind überhaupt?

00:19:39: Was sind denn so Ausbildungsinhalte?

00:19:41: Also also die Leute jetzt speziell wenn wir vom Bereitschaftsdienst reden also von den Leuten die hingeschickt werden.

00:19:51: Dann reden wir von Menschen die haben erstmal eine klassische erste Hilfeausbildung genossen Und wir jetzt speziell kümmern uns darum, dass der Ablauf bewusst ist.

00:20:05: Dass sie ein bisschen was an die Hand bekommen wie Sie einschätzen können, wie die Situation vor Ort ist.

00:20:13: Wir stützen uns ja nicht auf... Das sind keine Ärzte, Ärztinnen!

00:20:17: Also das sind kein großes medizinisches Fachpersonal sondern es geht einfach darum, einschätzt, den Leuten erst mal gut helfen können.

00:20:28: Ganz klassisch wie heb ich eine Person auf?

00:20:29: Das ist jetzt gar nicht so ohne...

00:20:31: Ja ja,

00:20:31: aus dem Rücken

00:20:32: und aus dem Knie.

00:20:33: Ich wollte gerade sagen, wir haben ein Hebesystem weil sagt man jemand mit hundert Kilo den Hipster auch nicht mehr so einfach an.

00:20:41: Darum geht es sozusagen.

00:20:43: Wie können die Personen einschätzen, also wie es denen an sich gesundheitlich geht?

00:20:48: Wir sind Ersthelfer, wir dürfen gar nicht viel aber das müssen wir auch.

00:20:53: Ich sag mal so, wir sind die Sperrspitze, die die Tür aufmacht und dann weiter hilft.

00:20:57: Aber diese Ersteinschätzung, die werdet ihr ja wahrscheinlich... So gehe ich zumindest davon aus?

00:21:01: So ein bisschen Proben vielleicht auch beziehungsweise habt ihr verschiedene Kriterien

00:21:07: usw.?

00:21:08: Ja, also es ist aktuell so dass wenn jemand im Bereitschaftsdienst anfängt der tatsächlich eine Woche in einer Ausbildung hier genießt

00:21:17: Ach so lange geht das bloß?

00:21:18: Also, so kurz könnte man fast sagen.

00:21:20: Ja ja sozusagen!

00:21:22: Die sind praktisch nur in den sieben Wochen hier und lernen dann praktisch das Know-how von dem Bereitschaftsdienst.

00:21:29: Das ist ganz banal von wie verhalte ich mich beim Ankommen erste Hilfe usw.

00:21:35: Besonderheiten im Alter... Man geht da auch ein bisschen drauf ein.

00:21:40: was heißt das überhaupt eine Hilfebedürftige Person aufzufinden.

00:21:43: Da sind wir auch bei diesem Vertrauensthema,

00:21:45: ja?

00:21:46: Wir gehen dort immerhin ... Ich mein, wir haben die Schlüssel der Leute, ne?

00:21:49: Ja, ja, ja!

00:21:50: Also wir haben da die persönlichen Wohnungs- und Hausschlüssel über tausende Leute in Leipzig.

00:21:56: Das ist schon heftig... Wie

00:21:57: viel genau?

00:21:58: Oder das

00:21:58: kann ich dir nicht jetzt

00:21:59: nicht auf die Zahl genau, aber was nicht?

00:22:01: Eine Größenordnung, Zehntausend, Fünftausend?

00:22:03: Nee,

00:22:03: nee, nee.

00:22:04: Wir sind äh ... Jetzt bist du im Roundabout anderthalb.

00:22:07: Mhm.

00:22:08: Tausendsechsunderte Leute, anderthaltrausend sowas sein.

00:22:11: Aber dahinter stehen ja auch noch mal so viel und wenn ich da doppelt so viele Angehörige im Zweifel.

00:22:17: Ja,

00:22:18: genau!

00:22:18: Das heißt, was das angeht, Thema Datenschutz fällt mir natürlich gleich ein.

00:22:22: Wahnsinn!

00:22:24: Das ist Wahnsinn dahinter auf jeden Fall weil wir haben wirklich viele sensible Daten der Leute.

00:22:29: also es geht ja schon allein darum dass wir wissen welche Vorerkrankungen die Personen haben, welche Medikamente nehmen die... Was aber wichtig ist zu wissen?

00:22:38: Weil wir darauf auch besser einschätzen können was wir für Hilfe hinzuziehen können.

00:22:42: Wenn ich zum Beispiel sehe, das ist ein Klassiker, den man lernt in der Ausbildung und Bereitschaftsdienst ist wenn eine Person Blutgründungshemmer nimmt und die Person schlägt sich den Kopf irgendwo ein dann ist es für uns immer ein Indikator dafür dass wir den Rettungsdienst dazu holen weil unbedingt jemand abchecken muss ob sie vielleicht nicht doch irgendwie eine innere Blutung hat usw.

00:23:03: Passiert das eigentlich oft, dass ihr da nochmal ein Rettungsdienst hinzuziehen müsst?

00:23:07: Oft ist gut.

00:23:07: Ich habe mir an der Vorbereitung für dieses Gespräch tatsächlich ein bisschen überlegt.

00:23:10: kriegt man noch irgendwo gute Statistiken her.

00:23:11: Das war gar nicht so sehr aber ich würde schätzen auf zehn Einsätze.

00:23:17: ruft man auf jeden Fall einmal den Rettungstienst dazu und wenn es nur eine Abklärung ist also wenn du nach der Woche Ausbildung im Bereitschaftsdienst jetzt praktisch sozusagen damit fertig bist und du beginnst deine ersten Breitschaftstienste sozusagen Dann ist es schon so, dass du sagst, du findest jemanden vor und bist nicht sicher wie's ihm geht.

00:23:37: Weil das lässt sich wirklich schlecht einschätzen.

00:23:40: Du weißt gar nicht, wie die Person ... Du kennst die Person ja nicht!

00:23:43: Kann sein, dass sie fünf Jahre bei uns ist.

00:23:46: Und dann schluckst du das erste Mal?

00:23:47: Ja.

00:23:48: Du hast im Endeffekt ein kleines Programm dabei, da liest du drinnen, ah was hatten die damals aufgeschrieben?

00:23:52: okay Blutgründungshelmer, Arthrose, linkes Knie operiert ab und zu mal Schwindel.

00:23:58: Jetzt kommst du da rein, die Person hat sich den Kopf eingehauen und hat eine dicke Beule in einem Blutgerinnungshemmer.

00:24:03: Da weißt du für dich.

00:24:04: okay.

00:24:05: ich rufe die Rettung dazu um das einfach zu klären.

00:24:08: Das ist auch einer der spannendsten Sachen im Bereitschaftsdienst.

00:24:10: Und

00:24:11: wahrscheinlich wenn du anfängst holst vielleicht einmal mehr ein Rettungsdienst als einmal zu wenig?

00:24:15: Ja definitiv.

00:24:17: Grundsätzlich ist es ein großer Pluspunkt des Hausnutrufs an sich natürlich die Sache dass man den Rettungen entlastet Weil wen würden die Leute rufen, wenn sie nicht den Hausnotruf retten?

00:24:28: Richtig.

00:24:29: Natürlich!

00:24:30: Die sind

00:24:30: wieder gebunden und so weiter... Wir brauchen

00:24:33: nicht drüber reden was da gerade los ist.

00:24:36: Die pfeifen aus dem letzten Lüschern.

00:24:38: sozusagen war das Personal Und die Menge einfach angeht der Abdeckung.

00:24:43: Es hilft auch einfach den Leuten dahingehend.

00:24:46: Also ihr seid quasi als Hausnot-Ruf auch ein bisschen der verlängerte Arm des Rettungsdienstes

00:24:52: Ja oder man ist ja auch vorgeschaltet.

00:24:55: Ich würde schon fast von vorschalten reden, weil ... Das Sekretariat.

00:24:58: Ja!

00:24:59: Ich meine es wäre eine Anmaßung anzunehmen jetzt dass wir da irgendwie vergleichbar sind in der Sache.

00:25:06: aber wir haben auf jeden Fall eine definitiv entlastende Wirkung.

00:25:09: Weil's einfach hier im Haus das waren Personen die sind gestürzt, die haben sich überhaupt nicht verletzt, sie haben auch nur eine Aufstätte ganz klassische Normale-Aufstehhilfe gebraucht.

00:25:16: dafür brauchst du nicht den Rettungsdienstbinden der vielleicht dem nächsten Moment zu jemandem mit einem Schlaganfall fahren müssen?

00:25:22: Aber ich sehe tatsächlich noch einen riesengroßen Vorteil.

00:25:26: Man könnte ja auch sagen, das können eigentlich die Pflegekräfte machen, die in den betreuten Wohnen mit unterwegs sind.

00:25:33: Braucht man nicht drüber reden, dass diese Situation wahnsinnig schwierig ist?

00:25:37: Ihr füllt eine Lücke aus und man mag es gar nicht glauben, obwohl es nur so kleine Sachen sind wie aufheben, die einfach diese Lücke auch

00:25:45: füllen.

00:25:46: Ja.

00:25:47: Der

00:26:06: zweite Einsatz lässt an diesem Morgen nicht lange auf sich warten!

00:26:10: Gemeinsam mit den beiden Kollegen, steigen wir die Treppenstufen hinauf.

00:26:14: Unterwegs zur nächsten Teilnehmerin.

00:26:17: Jetzt geht

00:26:18: es Prozedere in der Tür.

00:26:25: Machen wir oben eben das!

00:26:29: Das ist wie eine sehr prozedere.

00:26:31: Die Kollegen haben die Tür aufgemacht, kündigen sich immer an und man sieht die Teilnehmende schon da sitzen.

00:26:37: In einem anscheinend guten Zustand.

00:26:40: sie lacht, sie begrüßt uns schon auf einen kleinen Witz sozusagen.

00:26:45: Das sieht man gern tatsächlich, muss ich sagen.

00:26:47: Es gibt natürlich auch das Gegenteil.

00:26:48: Man macht die Tür auf und hört dass mal nix.

00:26:52: Aber es scheint so, dass sie teilnehmen, dass sich soweit gut geht.

00:26:59: Die Kollegen holen ihren Rollstuhl dazu.

00:27:01: Es geht immer erst einmal darum, die Person irgendwie abzusichern zu gucken, ob sie sich verletzt hat und dann zu schauen wie's weitergeht.

00:27:07: Meistens erst mal in irgendeine sitzende Position und dann erstmal weiterzugucken Natürlich immer spannend rauszufinden, warum jemand gestürzt ist und was der Sturzhergang ist.

00:27:17: Und da gibt es tausende Möglichkeiten wenn wir alles sind.

00:27:20: Von einem ganz einfachen... Die Beine sind ein bisschen schwer und man fällt über seinen eigenen Fuß oder die Teppichkante.

00:27:30: Sieht so, scheint so!

00:27:32: Wir haben oft das... Ich habe keine Empirie dahinter aber ich glaube tatsächlich dass gerade morgens in den Abend der Gang des Anziehens, der Morgentolette des Waschens

00:27:42: usw.,

00:27:42: dass der oft dazu führt, dass er gestürzen wird Was einfach die hier, glaube ich mit der aktivste Zeitraum am Tag ist.

00:27:49: Wo jemand praktisch was macht.

00:27:52: Die Teilnehmer hat jetzt angegeben das irgendwie zum Bartlauen.

00:27:57: Dann packt's beim Umsetzen in den Rollstuhl einfach neben ein gestutztes sozusagen.

00:28:05: Und gut, dass sie auf den Knopf drücken kann.

00:28:07: Dass sich jemand kommt um dir aufzuhelfen!

00:28:08: Wie gesagt... Ich bin gerade

00:28:09: auch überrascht tatsächlich, dass die den Knopfer quasi auch bei sich hat.

00:28:13: Obwohl es ja auch auf dem Weg ins Bad

00:28:15: und so weiter.

00:28:17: Das gute

00:28:17: Stück schaltet er

00:28:18: wohl einfach auch um.

00:28:20: Was ich

00:28:21: so untransportal sind, dass ein normaler Alter überhaupt gar nicht ins Gewicht findet.

00:28:25: Absolut!

00:28:25: Das ist auch das Wichtigste an der Sache.

00:28:28: Gerade wenn wir die Leute anschließen und zum Termin da sind und das Hausnotruf geht aufbauen... Da sind schon sehr vehement dabei den Leuten klar zu machen, dass es Sinn macht, dass man das immer dabei hat.

00:28:37: Also die Dinge sind wasserfest,

00:28:40: d.h.,

00:28:40: sie hätte damit auch Duschen gehen können.

00:28:42: Das machen die meisten auch.

00:28:44: Und das sind wirklich kleine Knöpfe.

00:28:46: Die sind vielleicht groß wie einen Bong-Bong oder sagen ... und so eine

00:28:50: normale

00:28:50: Bombenbombegröße.

00:28:51: Das heißt, das macht für die Leute auch wirklich gar keinen Stress, dass immer dabei zu haben.

00:28:55: Alles klar?

00:28:56: Danke, tschüss!

00:29:01: Jetzt bin ich mit den Schlüssen zurück in den Pressoren, wo sie hingehören... Also wenn mich jemand fragt warum was findest du eigentlich am Hausnotruf so gut dann ist es glaube ich das was Du gerade mit der Lücke beschrieben hast ziemlich also dieser Moment da wohnt jemand für sich alleine in einer Wohnung ist komplett für sich noch autonom darin, hat ein gutes Leben im hohen Alter und nur weil die Person stürzt und nicht mehr aufstehen kann.

00:29:40: Kann es doch nicht sein dass sie in irgendeine andere Wohnformen ziehen muss oder was auch immer passiert?

00:29:45: Also das ist also am Endeffekt hilft, dass auch den Leuten tatsächlich selbst bestimmt noch im hohem Alter wohnen zu können.

00:29:52: Weil... Was ist die alter Native?

00:29:55: Ja klar!

00:29:55: Ich

00:29:56: bin fit mir geht's gut, ich bin unterwegs aber ich komme einfach nicht hoch wenn ich stürze

00:30:01: komplett an pflegeheimen.

00:30:02: wahrscheinlich wäre die alternativ

00:30:03: schon.

00:30:04: also man weiß es selber gar nicht so richtig ich will das noch gar nicht sagen aber ja ich sage dass auf den terminen dann zum beispiel beantragen.

00:30:10: was ist die alternative dazu?

00:30:12: soll jemand nur ins pfegeheim ziehen nur weil jemand nicht hoch kommt selbst alles in ordnung ist?

00:30:18: jetzt hast du mir tatsächlich eine frage vor weggenommen aber das ist völlig in ordnungen.

00:30:21: wie läuft denn sowas ab wenn du jetzt so hast gerade gesagt da kommt vielleicht jemand neu die person ist schon seit fünf jahren und so weiter und sofort dabei Du kriegst den Anruf und ... wie geht's denn dann weiter?

00:30:34: Ich kann mir vorstellen, man guckt erst mal krass Krankenakte.

00:30:37: Das ist alles hinterlegt, das muss beantwortet werden.

00:30:40: Logisch wohnt die Person usw.

00:30:42: Und so fort.

00:30:43: Wie läuft es konkret an?

00:30:45: Ganz am Anfang.

00:30:46: für uns als Bereitschaftsdienst steht am Anfang nur der Anrufe der Zentrale.

00:30:51: Eingangs schon besprochen melden sich bei der Zentral mit ihren Gründen.

00:30:56: Es gibt die Auslösung des Alarms sozusagen.

00:30:58: Je nachdem Schätzt die Zentrale ein, was passieren soll.

00:31:03: Wir gehen jetzt von dem Fall auf das der Bereitschaftsdienst hinkommen soll.

00:31:07: Es klingelt dein Bereitschachtstehlefon und... Ist das

00:31:10: das Bereitschaßtehlephone?

00:31:11: Nein, nein!

00:31:13: Das habe ich gerade aktuell nicht weil das natürlich bei den Leuten liegen musste.

00:31:17: Ja,

00:31:17: die eigentlich unterwegs sind.

00:31:19: Genau in dem Moment.

00:31:21: Das BereitshaftstehLEfon klingelnt und es gibt so einen kleinen Running Gag bei uns in der Belegschaft dass dieser Klingelton einfach schon so fast schon Traumata-Züge hat.

00:31:32: Weil wenn das Ding dann nachts halb drei klingelt und du aus dem Tiefschlaf gerissen wird, da ist es auch schon eine Hausnummer.

00:31:38: Auf jeden Fall!

00:31:38: Das Telefon klingelst, du nimmst ab und es meldet sich die Zentrale und sagt dir was loses.

00:31:43: Also im ganz klassischen Fall sagt ihr hey, die Frau... Die Frau Müller in der XY Straße hat ausgelöst.

00:31:49: Das und das kann ich dir sagen, was passiert ist?

00:31:51: Im besten Fall, hey, sie ist gestürzt und scheint unverletzte sein.

00:31:56: Bitte hinfahren und mal danach sehen.

00:31:59: So, das ist ein klassischer Fall.

00:32:01: Daraufhin ist es bei uns so gelöst die Zentrale schickt uns eine Nachricht.

00:32:08: Das ist eine SMS und wir haben einen Programm auf unserem Telefon, das nennt sich Wendien.

00:32:15: Und das ist praktisch unsere Bibliothek.

00:32:21: D.h.,

00:32:21: die SMS kommt an.

00:32:22: Wir haben eine Teilnehmernummer Und können praktisch zuordnen, wer diese Person ist.

00:32:28: Unser System geht auf und sagt okay das ist die Frau Müller.

00:32:32: So dann kannst du in dem Moment sagen ok wo muss ich hinfahren?

00:32:36: Gehen wir mal von dem nachts halb drei Beispiel aus.

00:32:39: Ja so ist es halt.

00:32:40: Es sucht sich ja keiner aus wann er stürzt.

00:32:45: Du ziehst dich an machst dich los Gibt es das in deinem Telefon ein und siehst schon mal die Eckdaten.

00:32:51: Du weißt, wo du hin musst?

00:32:53: Du weisst von der Zentrale was passiert ist Und wenn du die Akte durchgehst kannst du dann genau die Adresse erstmal sehen.

00:33:01: Du siehst welchen Schlüssel du brauchst.

00:33:03: Das ist natürlich ein Riesenthema.

00:33:04: Es ist superrelevant von außen drauf Wenn wir brauchen den Schlüssel um in die Wohnung einzukommen.

00:33:09: Wir können gerne nochmal drüber reden was passiert wenn das nicht der Fall ist Dann wird's auch spannend.

00:33:15: Du siehst den Schlüsselplatz, du siehst die Vorerkrankungen und du siest Besonderheiten.

00:33:20: Was könnten besonderheiten sein?

00:33:22: Besonderheitens ist zum Beispiel so was wie dass die Anfahrt vielleicht ein bisschen seltsam ist.

00:33:27: Es gibt ja gerade in Leipzig in größeren Städten ganz oft diese Hinterhofhäuser Und dann ist die Adresse ein bisschen komisch.

00:33:35: Dann ist das vielleicht die zwölf B und du stehst vor der zwölf A, siehst aber die zwölfe B nicht.

00:33:40: Dann ist da praktisch reingeschrieben für... Weil

00:33:42: du dir erst an den Garten vorbei musst und dann... Du, ich könnte ja gar keine

00:33:45: Sachen rausziehen, das stehen ganz absurde Sachen auf vom Nettoparkplatz links vorbei durch das Gartentor in die Richtung laufen

00:33:51: und dann.

00:33:51: Ja

00:33:52: weil du im Endeffekt dir ja vorstellen musst wenn du dann nachts, es ist nachts halt drei, du fährst los?

00:33:56: Du bist vielleicht dreiviertel drei, nehmen wir's mal gut an, dreivertelt drei dort Ja, dann musst du unter Stock dunkle Nacht vielleicht bei Regen und Sturmen diesen Eingang erst mal finden.

00:34:04: Und bei über tausend Teilnehmenden merkst du das nicht.

00:34:07: Umso wichtiger ist es natürlich für die Leute, die die Bereitschaft fahren, dass sie wissen was Sache ist.

00:34:12: Das versucht man so gut wie's geht zu beschreiben wenn man praktisch das Hausnotrufgerät anschließt.

00:34:20: Man versucht so gut wir möglich irgendwie der Bereitschaft das Leben leicht zu machen nachts halb drei.

00:34:29: Wir sind wieder praktisch nach dem Anruf.

00:34:32: Du hast dir das in unserem Programm so eingestellt, dass du weißt wo du hinfahren musst.

00:34:35: Du gehst zum Auto, schnappst dir den Schlüssel und fährst los.

00:34:39: Hast deine Dienstkleidung an usw.

00:34:41: Damit auch gleich gezeigt wird wir sind von Matheelne Brokkana.

00:34:45: Das

00:34:46: ist richtig.

00:34:46: man hat da auch diese klassischen dienen genormten Reflektoren an und so weiter.

00:34:51: also man sieht schon wichtig aus.

00:34:53: unsere Autos sind auch groß beklebt haben leider kein Blaulicht Aber trotzdem groß, Hausnotruf und alles glitzert an dem Auto.

00:35:02: Kann

00:35:02: man das nicht nachrüsten?

00:35:03: Könnte

00:35:04: man machen aber tatsächlich ist es blaulich.

00:35:07: so ein heißes Thema im Hausmotorhof.

00:35:09: Dann dürfen wir gar nicht so lange so laut drüber sprechen.

00:35:12: Natürlich wäre das irgendwie spannend für die schnelle Anfahrt, aber mit diesem Sonderwegerecht kommt einiges dazu.

00:35:19: Ja ja ja.

00:35:21: Wieder wollen wir uns gar nicht rein.

00:35:22: Ne genau!

00:35:23: Da kennen wir uns zu wenig aus.

00:35:24: So

00:35:25: ist es, so ist es.

00:35:26: Schön wär's manchmal, natürlich.

00:35:29: Wenn du sagst okay wenn du jetzt in der Rush... Es ist nicht nachts halt drei wo die Straßen selbst in Leipzig frei sind.

00:35:33: Wenn ihr hier von fünfzehn dreißig zum Freitagnachmittag ansiehst dann wäre das schon manchmal nett.

00:35:38: Ja so.

00:35:39: Aber

00:35:39: es ist ok weil das ist auch... Das ist nicht unser Anspruch.

00:35:43: Unser Anspruch ist nicht der Rettungsdienst.

00:35:46: Das ist ein großer Unterschied.

00:35:49: Jetzt bist du auf dem Weg dahin hast dir dein Handy davon reingeknallt fährst los kommst bei der Person an hast den Schlüssel sozusagen am Schlüsselbund, schnappst dir die erste Hilfetasche und am besten Fall noch dein Hebesystem.

00:36:02: Und dann geht's da hoch.

00:36:04: Schlimmstenfalls in dem siebten Stock ohne Fahrstuhl...

00:36:07: Gibt es das hier?

00:36:08: Nein ich glaube gar nicht!

00:36:09: Aber er kann kaputt sein.

00:36:12: oder

00:36:12: du musst in den fünften wo kein Fahrstuel vorgeschrieben werden muss.

00:36:15: Richtig!

00:36:15: Dann wird das auch finster.

00:36:16: Ja ja.

00:36:17: So und dann ockst du da hoch klingelst, schließt die Tür auf und guckst was los ist.

00:36:23: Und

00:36:24: dann kommt das Herzklopfen ins Spiel.

00:36:25: Genau,

00:36:26: das ist meistens aber schon tatsächlich... Also ich würde sagen, das Herz klopfen setzt schon an dem Moment ein wo man gesagt bekommt was los ist und man dann anfängt einzuschätzen okay wie sieht es aus?

00:36:40: Wenn der Anruf kommt und die Kolleginnen und Kollegen von der Zentrale sagen so etwas wie Ja, ich hab die Person gar nicht gehört.

00:36:48: Aber es wurde ausgelöst, du musst bitte

00:36:49: hinfahren."

00:36:50: Dann kann das zum einen sein, dass die Person einfach aus Versehen draufgekommen ist, weil sie sich herumgedreht hat?

00:36:55: Im schlimmsten Fall liegt die Person irgendwo, kriegt vielleicht keine Luft mehr und kann nicht mehr reden.

00:36:59: Wenn du dann natürlich die Akte aufmachst ... Du siehst so was wie Vorhof-Limmern, liest irgendwelche großen Herzerkrankungen mit meiner Historie.

00:37:08: Spätestens da pumpt's schon

00:37:09: ab jetzt.

00:37:11: Und holt man da Proformer, eventuell doch nochmal schon mal einen Rettungsdienst?

00:37:14: Das ist

00:37:15: ein gutes Thema.

00:37:16: Also das ist spannend!

00:37:17: Der Erstkontakt von den Teilnehmenden findet ja immer mit der Zentrale statt und die können das schon einschätzen wenn die mitkriegen, dass Frau Müller dort liegt.

00:37:29: Wenn sie dort liegt und die Zentrale sieht genau das, was wir aufgenommen haben ... Die sieht auch, welche Diagnosen die Person hat oder Medikamente nimmt.

00:37:36: Und wenn die Zentraler sieht, die Frau hat Blutgrillungshimmer und gibt an, dass sich den Kopf gestoßen hat oder blutet?

00:37:42: Dann schätzen die das im Normalfall selber schon so ein, dass Sie die Rettung mit hinrufen.

00:37:46: Das ist spannend, weil wir praktisch die Türöffner für die Rrettung sind!

00:37:51: Das heißt, wir fahren hin.

00:37:52: Meistens ist die Rettung schon ein Stück eher da, weil sie einfach das Blaulicht haben und schneller da sind Gott sei Dank.

00:37:58: Bleibt ihr dann trotzdem noch vor Ort?

00:37:59: Ja

00:38:00: normalerweise

00:38:00: ... Genau,

00:38:02: genau.

00:38:03: Das kommt ein bisschen drauf an wie sich die Situation so ein bisschen erscheint.

00:38:09: aber grundsätzlich bleiben wir schon da, Weil wir mehr sein wollen als auch mehr sind als wir machen die Tür auf.

00:38:16: ich heb jemanden aufgehst du dir wieder raus.

00:38:19: Gerade für den Moment, dass wir den Rettungsdienst dazurufen, kümmern wir uns schon mit drum.

00:38:22: Dass dann alles irgendwie seine Richtigkeit hat.

00:38:26: Also das ist oft eine Situation wo Leute ja wirklich sehr verunsichert sind und wirklich auf die Hilfe angewiesen sind.

00:38:33: Da kommt der Rettungstienst dazu und meistens fangen wir an uns dann darum zu kümmern hey haben sie vielleicht schon ne Tasche?

00:38:39: man hilft der Person dann irgendwie sich schon gleich auch den Gankenaufenthalt darauf vorzubreiten Krankenkarte und so weiter.

00:38:45: Und ganz ehrlich, man macht dann da die Fenster zu, guckt das da hart aus ist?

00:38:51: Ganz banal!

00:38:52: Dann schließt du hinter dir die Tür zu.

00:38:55: Wie gut ist das eigentlich?

00:38:57: Die Person liegt dort vielleicht auf der Trage im Rettungsdienst... ...im Rettungswagen.

00:39:04: Man stellt ihre Tasche noch mit dazu und sagt hey Frau Müller hier ich habe alles zugemacht oben sie müssen sich um die Stürmannschaft zugesperrt Und die Person kann erst, also muss ich um diesen Mist nicht noch kümmern.

00:39:13: Ich bin gerade

00:39:13: wahnsinnig fasziniert weil das macht ja nicht mal nur den Punkt auf dass du dahin musst sondern du bist und es soll jetzt um Himmels willen nicht despektierlich gemeint werden aber auch nochmal ein Stück weit Bezugsperson eine bekannte von mir die arbeitet jetzt in der ambulanten Pflege und was die dort alles wuppen und alles noch mitmachen ist ja krass!

00:39:35: Also ihr macht ja weiter rüber hinaus.

00:39:41: Genau, genau und das ist auch so gedacht.

00:39:44: Also im Endeffekt es geht um diese Vertrauenssache.

00:39:48: Das soll nicht nur ein Stumpferdienst sein da jetzt wirklich wie gesagt nur Tür aufmachen hinstellen, ah Frau Müller alles klar schau wieder ab sondern natürlich hebst du die Person auf guckst wie sie ihr geht?

00:39:58: Ja

00:40:00: Jetzt wird bald Sommer.

00:40:02: Die Leute fangen an einfach unheimlich wenig zu trinken, kriegen da Wasserprobleme, dann setzt du dich dorthin guckts dass es ihr noch gut geht.

00:40:09: Leute sind gestürzt, teilweise stürzen ja das erste Mal in ihrem Leben.

00:40:14: Das kann für die eine unheimlich krasse Grenzsituation darstellen und dann sind wir dort und gucken einfach dass es mit denen... Dass wir doch ein bisschen da sind, dass wir uns darum kümmern, dass es ihnen gut geht.

00:40:26: Wie gesagt ganz oft macht man mal noch ein Glas Wasser dazu bleibt noch fünf Minuten redet mit der Person und guckt einfach, dass sie dir gut geht.

00:40:35: Es ist nicht dieses schnell schnell schnell, das soll's nicht sein

00:40:38: Und das macht ja viel auf der Beziehungsebene auch.

00:40:41: Absolut,

00:40:41: die Frau Müller, die ins Krankenhaus gekommen ist ... Die hat vielleicht noch eine Angehörige?

00:40:44: Ja!

00:40:45: Die wir mit unseren Daten haben und dann ruft man die halt an.

00:40:50: Vielleicht, äh, sagt Bescheid wie hey ... Die Mutter ist gerade ins Krankenaus gekommen aber jetzt nur auf Verdacht weil Kopfsturz

00:40:58: usw.,

00:40:59: alles soweit okay.

00:41:00: Wir kümmern uns ein Stück damit dass das weitergeht.

00:41:03: Ja natürlich.

00:41:04: Sag mal, wie viele Leute Machen wir überhaupt bei euch mit.

00:41:10: Jetzt guckst du an den Zettel?

00:41:11: Ja, genau!

00:41:13: Ich gucke zu unserem Dienstplan da oben und so wie du den siehst sieht er richtig wild aus.

00:41:18: Absolut, blau... Das ist

00:41:19: der obere blau-grün-rot.

00:41:21: Wie

00:41:21: viele Leute machen bei uns mit?

00:41:24: ich würde sagen Wir sind insgesamt roundabout fünfzehn Leute.

00:41:28: Grundsätzlich ist es in Leipzig.

00:41:30: In unserer Dienststelle ist so gemacht dass ein Dienst immer mit vierundzwanzig Stunden abgedeckt ist.

00:41:37: das heißt Wir haben zwei Touren.

00:41:39: Eine für Leipzig Süd und eine für Leibzig Nord, weil wir an einem bestimmten Punkt einfach so viele Leute hatten oder Teilnehmende hatten.

00:41:50: Und Leipzig als Stadtgebiet schon sehr groß ist, dass wir nicht mehr gut garantieren konnten, dass in einer halbwegs guten Zeit bei den Teilnehmen sein können.

00:42:00: Was ist denn so eine Halbwegszeit?

00:42:04: Wir wollen es in der halben Stunde schaffen!

00:42:08: Vielleicht wird es manchmal auch eine Stunde, wenn's richtig blöd läuft weil du einen Einsatz davor bekommen hast.

00:42:14: Aber

00:42:15: unser Ziel ist wirklich innerhalb einer halben Stunde wollen wir da sein und das klappt so gut wie immer.

00:42:20: Genau die Personen.

00:42:21: also beide Touren sind jeweils permanent mit vierundzwanzig Stunden besetzt.

00:42:24: dann ist es so dass die Kolleginnen und Kollegen haben.

00:42:27: ihr haben das Bereitschaftsauto bei sich zu Hause.

00:42:31: Das ist ein spannendes Modell bei uns hier in Leipzig.

00:42:35: Die warten praktisch zu Hause, haben ihren Alltag und warten darauf dass das Telefon klingelt.

00:42:41: Das klingelte ja.

00:42:41: wie oft klingeln das am Tag.

00:42:43: Eine gute Frage wenn es schlecht läuft gar nicht.

00:42:46: oder wenn es gut geht nach dem wie man das sehen will?

00:42:48: Wenn's ganz schlecht läuft?

00:42:49: also mein höchster tag waren fünfzehn Einsätze.

00:42:52: Fünfzehn in vierundzwanz Stunden.

00:42:53: danach war ich aber auch breit.

00:42:54: Ja auf jeden

00:42:55: Fall!

00:42:55: Also da ist richtig Action.

00:42:59: im Durchschnitt sind sechs sieben acht Aber das ist super, also Superwellen für mich.

00:43:04: Ja ja, das glaube ich gerne

00:43:05: gerade wie er noch belegt hat wir rätseln immer ein bisschen rund woran es liegt.

00:43:09: Ist auch

00:43:09: nicht mein Studie in Auftrag geben?

00:43:11: Ja spannend weil wir hatten erst vorgestern habe ich mich mit dem Kollegen darüber enthalten der dann so gewitzelt hat.

00:43:17: vielleicht liegt am Wal an Timmy dass jetzt alle aufgeregt sind.

00:43:21: Wer weiß ne genau die haben vierundzwanzig Stunden dieses Auto bei sich und fahren praktisch von zu Hause los.

00:43:29: Klugerweise ist es das so gemacht, dass unser Teamleiter das so einstellt.

00:43:35: Logischerweise, dass jemand der am tiefsten im höchsten Norden in von Leipzig wohnt nicht die Südbereitschaft.

00:43:40: Das macht den Sinn damit wir einfach diese Anfahrten regeln können.

00:43:44: Die Leute haben vierundzwanzig Stunden die Bereitschaft und danach übergeben sie praktisch der nächsten Person des Autos.

00:43:48: Und das machen die dann immer hier oder?

00:43:51: Das machen die praktisch untereinander auf privater Ebene.

00:43:55: Es ist trotzdem so, dass so gut wie immer Es ist so gut wie immer, dass jeden Tag die Bereitschaft reinkommt.

00:44:04: Weil im ganzen Background natürlich mit den Schlüsseln viel passiert.

00:44:08: Das heißt in dem Moment wenn ich hier zum Dienstag zum Beispiel drei Schlüssel bekomme weil ich neue Kundinnen anschließe dann müssen die natürlich schnellstmöglichen das Auto.

00:44:17: Ja das heißt die Kollegen kommen oft zum Nachmittag spät nachmittags wenn hier die Termine durch sind rein und holen die neuen Schlüssel ab geben vielleicht auch Schlüssel zurück, von Teilnehmenden deren Vertrag praktisch abgelaufen ist.

00:44:31: Die die gekündigt haben wo vielleicht auch jemand verstorben ist.

00:44:34: Genau das heißt man sieht sich auch am Tag.

00:44:36: Aber ihr habt

00:44:36: die Schlüssel die ganze Zeit im Auto?

00:44:38: Richtig

00:44:38: wir haben praktisch so ganz klassischen wie ein Hundefänger.

00:44:41: Das sind Autos praktisch.

00:44:43: vorne sitzt mal vor der Sitz in den hinten ist einen riesen Tresor.

00:44:46: Können wir uns gerne nochmal anfangen nachher?

00:44:48: Sehr gerne.

00:44:49: Da haben ja große große Tresoren in einem großen Tresort drin wo die Schlüsse drinnen stecken.

00:44:56: Das sind Schlüsselnummern dahinter.

00:44:57: Da steht nicht die Frau Müller in der Heinrich-Heine Straße drauf, richtig?

00:45:02: Geht alle an!

00:45:03: Genau und das Gute ist einfach dass die Person, die kann halt nachts halb drei ... Die kann von zu Hause aus einfach instantlos fahren.

00:45:11: Es gibt Dienststellen beziehungsweise hier war es vor Jahren auch schon so, dass der Dienst von der Dienststelle selber gefahren wurde.

00:45:18: D.h.,

00:45:18: der Tresor war hier und die Leute haben ihre Bereitschaft hier abgesessen.

00:45:22: Ich finde das hier ein super angenehmes Modell, dass man es von zu Hause aus machen kann.

00:45:26: Genau und ja... Es geht einfach super schnell!

00:45:42: Aber diese vierundzwanzig Stunden-Mienste beziehungsweise die Leute, die hier arbeiten sind fest eingestellt?

00:45:46: Dann habe ich das richtig auf den Schubel.

00:45:47: Sind das auch ehrenamtliche, die das

00:45:49: machen?

00:45:50: Nein bei uns sind's keine Ehrenamtlichen.

00:45:52: Das sind alles fest angestellte bzw mit ganz unterschiedlichsten Vertragsformen, die es da gibt.

00:46:00: Also, zum Beispiel mein Berührungspunkt wie ich hier hergekommen bin war dass ich das als Student dann nebenbei gemacht habe.

00:46:06: Beziehungsweise was heißt nebenbei?

00:46:08: Das war schon meine Haupteinnahmequelle.

00:46:10: aber genau ich hab dann halt acht neun Dienste im Monat gehabt sozusagen und konnte mir damit so...

00:46:17: Musstest du da auch raus aus der Vorlesung abgehen oder...?

00:46:20: Ja

00:46:20: ja!

00:46:20: Das war ja das gute daran.

00:46:22: also das war das unheimlich Tolle an diesem Job und da war ich auch so froh, dass ich das gefunden hab.

00:46:27: Weil es mir einfach unheimlich viel Freiraum gelassen hat.

00:46:31: Also ... Es waren Masterstudium, ich hatte jetzt nicht so viele.

00:46:34: Ja, ist klar!

00:46:36: Hat eine Anwesenheitspflichten sozusagen.

00:46:38: Aber ich konnte halt einfach ... Ich konnte Bereitschaft haben und meinen ganz normalen Uni-Alltag zum Beispiel haben... Und bin dann halt los?

00:46:46: Ist wichtig, dass du loskommst.

00:46:47: Du kannst jetzt nicht erst dich irgendwie noch zwanzig Minuten umziehen oder so ein Käse.

00:46:50: Aber klar kannst du ... Es verlangt niemand von dir, dass du vierundzwanzig Stunden da irgendwie auf heißen Kohlensitzt.

00:46:56: Aber natürlich... und das ist allen klar, musst du los!

00:46:58: Du

00:46:59: musst ein bisschen mobil sein für jeden Fall.

00:47:01: Ja ja aber das ist natürlich sehr spannend.

00:47:04: also es ist im Prinzip eigentlich wirklich ein Job für jeden.

00:47:08: Also vom Studenten... du schüttelst den Kopf nix.

00:47:12: jetzt

00:47:12: bin ich mit gespannt.

00:47:15: gerade bezogen auf die Ausbildung.

00:47:18: Da stellen wir uns, also meine Kollegin, die das macht mit ihrem Kind zu Hause ist sozusagen und... Bald wieder kommt.

00:47:28: Wir haben da oft so ein bisschen darüber gefachsimpelt, was muss denn eigentlich eine Person so richtig können?

00:47:33: Wissen im Haus Notruf in der Bereitschaft.

00:47:36: Man hat dann irgendwie die Tendenz super weit zu gehen und die Leute medizinisch auf dem super hohes Niveau zu heben usw.

00:47:43: Hohe Qualitätsansprüche werden das

00:47:46: ja irgendwie schon.

00:47:47: und gleichzeitig stellt sich die Frage Muss es überhaupt sein?

00:47:52: Und ganz oft steht man an den Punkt sagen ne eigentlich nicht.

00:47:55: Eigentlich brauchst du es nicht.

00:47:57: Die Leute müssen wissen, was sie ... Oder ich sag immer, die müssen wissen was sie machen müssen wenn sie vor Ort da sind.

00:48:03: Also aufheben oder dann erste Hilfe eine gute erste Hilfe leisten mit einem und das sage ich jetzt Jeder macht den ersten Hilfekurs, spätestens wenn du in Führerschein bist.

00:48:14: Mit dem Auto unterwegs.

00:48:15: Die meisten arbeiten in Betrieben die das voraussetzen.

00:48:18: ich halte es an sich für sinnvoll dass auch privat zu machen weil man hier tatsächlich viel damit zu tun hat.

00:48:24: gerade also wenn man im Bereitschaftsdienst arbeitet oder im Haus und ruft dann wird man auch öfter damit konfrontiert und dann macht das auch Sinn.

00:48:31: Ich denke oft darüber nach der Sendung Es macht schon Sinn dass man da ein bisschen eine Ahnung hat und zwar glaube ich gar nicht so sehr wie's geht sondern um dir die Angst zu nehmen dass wenn was passiert auch was mache ich denn.

00:48:40: Und darum geht es.

00:48:41: und unser Anspruch an den Bereitschaftsdienst ist, dass die Leute einfach wirklich safe sind.

00:48:45: Dass sie Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben.

00:48:49: Die müssen dort keine Ahnung, Drachial-Schnitt oder was immer wie im Actionfilm machen.

00:48:53: Sondern die sollen einfach genau wissen können, was kann ich hier leisten?

00:48:57: Welche Hilfe rufe ich dazu und was mache ich bis die da sind?

00:48:59: Also quasi erste Einschätzung und dann Handlungskapitalität.

00:49:02: Richtig

00:49:02: richtig!

00:49:02: Und damit kannst du das als Student Machen der Betriebswirtschaftslehre

00:49:08: oder

00:49:09: als keine Ahnung fertig gelernte Notrufsanitäterin, die das nebenbei macht um vielleicht noch ein bisschen Kohle dazu zu verdienen.

00:49:19: Das ist ein Spektrum.

00:49:20: aber unser Anspruch ist einfach dass sich die Leute gut damit fühlen, dass sie effektiv gut handeln können.

00:49:26: und dann ist es halt auch klar wär's geiler wenn alles Notärzte wären die dahin fahren.

00:49:34: Das ist nicht der Anspruch.

00:49:36: Du sagst, fünfzehn Leute...

00:49:38: Davon fahren zwölf aktiv permanent Bereitschaften.

00:49:43: Die haben ganz unterschiedliche Vertragmodelle.

00:49:46: Manche sind fünf, sechs Mal im Monat da.

00:49:48: Manches sind fest angestellt und fahren dann wirklich zehn, zwölfe plus vierundzwanzig Stunden.

00:49:54: Dann ist wahrscheinlich auch wieder wichtig natürlich jeder, der damit macht, der hilft auf jeden Fall?

00:49:59: Ja!

00:49:59: Ja, auf jeden Fall.

00:50:00: Es kann eigentlich nicht so wenig sein.

00:50:03: Wir sind noch zwei Sachen über den Weg gelaufen und zwar Tagestaste- und Aktivitätskontrolle.

00:50:11: Und ich hab gar keinen Plan ... Was ist denn eine Tagestast?

00:50:14: Das ist ein Knopf in dem kriegst du dann immer ausgehändigt von den Legepersonalen

00:50:19: oder ...

00:50:20: Jeden Tag

00:50:20: einmal!

00:50:21: Und

00:50:21: nur zu bestimmten Zeiten sonst

00:50:23: gibt's nix.

00:50:23: Genau, nee.

00:50:26: Es gibt die Möglichkeit dass unsere Geräte so programmiert werden, dass man einmal am Tag oder zweimal am Tag.

00:50:34: den Intervall kann man einstellen.

00:50:35: Tagestaste heißt, weil es vierundzwanzig Stunden sind.

00:50:37: Das heißt innerhalb von vierund zwanzig stunden musst du einmal auf das gerät drücken eine tastet bestimmte taste drücken um dem gerät zu signalisieren dass du da bist.

00:50:46: Du signalisierst also deine aktivität.

00:50:49: die wird kontrolliert in dem Sinne Dass du darauf drückst und das geräd weiß.

00:50:53: okay Es ist jemand dar muss man sich vorstellen wie eine Eieruhr, die man dann wieder auf vierundzwanzig Stunden auftreten.

00:51:00: Wenn diese vierund zwanzig stunden ablaufen und die Eier uhr angehen würden ist es praktisch so dass unser Gerät automatisch einen Notruf an unsere zentrale sendet.

00:51:09: Und die Zentrale praktich dann versucht jemanden dort zu erreichen.

00:51:12: was hat das für ein Hintergrund?

00:51:15: Menschen?

00:51:17: wenn wir wirklich von Leuten reden die wirklich alleine allein sind wo wirklich... Es gibt keine Angehörigen vielleicht eine große riesige Hausgemeinschaft, aber keiner kennt sich.

00:51:30: Die Person ist selber nicht mobile es gibt keinen Pflegedienst also es gibt niemanden.

00:51:33: wo man eigentlich weiß.

00:51:34: die Person hat mindestens einmal am Tag Kontakt mit jemandem und irgendjemand würde stützig werden.

00:51:38: das hier irgendwas nicht stimmt dann ist die tagestaste tatsächlich dafür da einfach zu wissen hey isst er noch jemand da?

00:51:44: kann die person auch drücken so verstehe die tagistaste weil wir von uns davon geredet haben mit dem herz klopfen.

00:51:49: das mein persönlicher mein persönliches höchstes Herzklopfen schon immer gewesen, weil wenn du angerufen wirst und zu einer nicht gedrückten Tagestaste geschickt wirst.

00:52:00: Dann heißt das in den meisten Fällen dass jemand vergessen hat die Taste zu

00:52:03: drücken.

00:52:05: im schlimmsten Fall findest Du eine Person dort liegen die nicht mehr ihren Notruf auslösen könnte?

00:52:11: Und es kann bis zu dem Zeitpunkt gehen wie wir das ja tatsächlich hatten dass jemand wiederbelebt werden musste Oder dass es jemandem so schlecht ging, dass es wirklich höchste Eisenbahn war.

00:52:24: Dass der Rettungsdienst kommt und soweit und sofort.

00:52:27: Es kommt eher selten vor.

00:52:28: Es ist tatsächlich schon oft der Fall das Leute vergessen zu drücken.

00:52:31: Gibt's

00:52:31: da nicht so ein ... Das Gerät piept dann irgendwie, hey, Tageskasse drücken?

00:52:35: Ja, das

00:52:35: macht's!

00:52:36: Also das Gerät meldet sich schon und sagt dann... Du musst dich jetzt mal melden sozusagen.

00:52:42: Aber wir reden hier von Seniorinnen und Senioren, die vielleicht auch ein bisschen schlecht hören.

00:52:47: Wobei

00:52:47: das Gerät schon ordentlich laut war?

00:52:48: Ja wacht mal!

00:52:49: Das macht schon Alarm und die Kolleginnen aus der Zentrale können das Geräte selber auch noch so laut stellen.

00:52:54: also da schallern dir als Person die keine Hörgeräte hat schon die Ohren aber ja... Wie es halt so ist?

00:53:02: Das ist auch... damit kämpft man immer ein bisschen im Haus noch drauf, dass die Leute schlecht hören.

00:53:06: Aber das ist im Endeffekt die Tagestaste.

00:53:08: Das heißt, die Leute müssen einmal am Tag drücken und signalisieren, damit es ihnen gut geht!

00:53:12: Wir kommunizieren das oft so Hey, wenn Sie aufstehen früh.

00:53:16: Wenn Sie dran vorbeigehen ist das erste Mal drücken Sie mal drauf und abends wenn Sie ins Bett gehen.

00:53:19: Direkt am Gerät

00:53:20: oder direkt am... Genau

00:53:22: sie müssen sich schon am Geräte drücken.

00:53:24: Ah okay also es reicht nicht im Bett zu liegen.

00:53:26: ok ich drücke jetzt mal drauf dann drehe ich mich nochmal rum?

00:53:29: Nee genau weil tatsächlich der Knopf praktisch die Fernbedienung für den Alarm des Geredes

00:53:36: ist.

00:53:37: Also Sie müssen schon aktiv zum Gerät gehen unter draufdrücken.

00:53:41: Es gibt auch eine andere Möglichkeit eine Aktivitätskontrolle durchzuführen und das ist bei uns im Haus hier zum Beispiel auch speziell so.

00:53:48: Es gibt noch Bewegungsmelder,

00:53:50: d.h.,

00:53:50: die registrieren natürlich dass jemand dran vorbeigegangen ist.

00:53:53: ja

00:53:53: und es ist super nett für Tag... Im Endeffekt ersetzt das ein bisschen die Tagestaste weil die Person selber nicht jeden Tag einmal drauf drücken muss sondern immer wenn jemand vorbei geht sagt der Bewegungsmelter dem Gerät hey hier ist jemand da!

00:54:05: Auch net sozusagen.

00:54:07: Okay, also das ist eher die passive Variante?

00:54:10: Genau.

00:54:11: Man spricht dann übrigens auch von Passivalarm.

00:54:13: Also ein Passiv-Alarm ist ein Alarm der nicht aktiv von der Person ausgelöst wurde, sondern weil das Gerät irgendwie halt... Kein Zeichen wahrnimmt, dass hier noch jemand da ist.

00:54:21: Das klingt ja nach Überwachungskamera!

00:54:23: Ja, spannend ist übrigens beim Anschluss eine Riesenfrage.

00:54:26: Können Sie mich anhören?

00:54:27: Geht das irgendwie und das ist immer spannend weil wir tatsächlich... also wir können über die Geräte nicht die Leute anrufen sondern sie müssen selber drücken.

00:54:34: Wir könnten jetzt nicht auf das Gerät anrufe und die Frau Müller fragen ob alles in Ordnung ist.

00:54:39: nur wenn ein Alarm des Gerätes an uns ausgegangen ist Also

00:54:42: es quasi freigeschaltet ist für dafür

00:54:44: Genau, genau richtig.

00:54:45: Das ist auch super wichtig für die Leute Verstehe ich auch.

00:54:47: Ja, weil das wirklich so mit einmal steht dann ja da was irgendwie eine Art Telefon darstellt.

00:54:52: Und immer irgendwie Aktives?

00:54:54: Ja und es ist halt immer an natürlich.

00:54:56: Das wird ja vierundzwanzig das Ding ist permanent an

00:54:58: auch bei Stromausfall.

00:54:59: Auch bei Stromausfall tatsächlich die Dinger haben ein Akku.

00:55:02: Das ist super wichtig.

00:55:04: Weil wenn der Strom dann doch mal weg ist schafft das Ding schon so acht Stunden in halbem Tag.

00:55:09: Ah ja auch im halben Tag ich meine so oft ist der Strom nicht weg und wenn so lange der Strom weg ist, haben die Leute oft andere Probleme.

00:55:17: Aber es ist tatsächlich so dass die Geräte mal vom Strom abgezogen werden können weil das Stromausfall ist, weil vielleicht irgendwas umgebaut werden muss bei den Steckdosen was auch immer.

00:55:28: Das geht.

00:55:28: Möbel gerückt werden.

00:55:29: An sich sind die Geräte tatsächlich so gebaut, dass das wirklich sehr einfach und wartungsarm ist.

00:55:36: Ich verabschiede mich, wenn ich zum Gerät aufgebaut habe bei einer Person oft mit dem Satz okay, Frau Müller wir sehen uns dann erst in ein paar Jahren wieder, nämlich spätestens dann, wenn wir mal die Batterie des Funksenders auswechseln müssen.

00:55:49: Ansonsten im besten Fall hat das Gerät nie ein Problem.

00:55:52: Im Besten Fall müssen sie es auch nie nutzen, sondern das Ding steht vielleicht an fünf Jahre da Sie gestürzen.

00:55:59: Genau, genau

00:56:00: so.

00:56:00: jetzt ist es ja so dass man So ein gerät zwar drin hat Jetzt gibt's ja aber wohl auch eine app.

00:56:08: Jetzt bin ich ja mal gespannt was hats denn damit?

00:56:10: aufsicht du hast mir gesagt Die ist total neu die starrt neu

00:56:16: Ist gerade gerade ausgerollt sozusagen die app.

00:56:19: die app ist eigentlich dafür da so einen Ich sag's mal in Quality of Life Moment für die Angehörigen zu bringen.

00:56:26: Also es geht da mehr um die Anhörigen als um die Teilnehmenden selber.

00:56:29: und zwar ist die App dafür dar, dass wenn du als angehörige Person was nicht deine Oma hat das Hausnudruf gerät hast du diese App auf deinem Telefon?

00:56:41: Und du wirst darüber benachrichtigt, wenn es zu einem Einsatz kommt.

00:56:45: Ach, die ist gar nicht für die

00:56:47: älteren Leute.

00:56:48: Nee, sondern es ist tatsächlich... Für

00:56:49: die Angehörige?

00:56:50: Einfach damit angehörig einfacher benachrichtigt werden können aber auch einfache Sachen ändern können.

00:56:59: Was kann man ändern?

00:57:00: Naja zum Beispiel, oh!

00:57:01: Die Telefonnummer von der Kontaktperson hat sich geändert.

00:57:04: Du kriegst ein neues Telefon-Nummer und wo melde ich mich denn jetzt bei den Maltesern dass sie wissen das ich eine neue Handynummer habe in der Alpe reinschreiben.

00:57:13: Das soll für die Angehörigen einfach ein bisschen das Leben erleichtern.

00:57:17: Ja, es wird barrierearmer

00:57:19: sein.

00:57:20: Weil ich meine wir reden jetzt von den Leuten, die teilnehmen also die, die das Gerät zu Hause haben.

00:57:26: der Redner wäre ja von einer Generation, die gar nicht so nativ mit Telefon und Apps umgehen.

00:57:32: aber hier geht's vor allem darum dann wirklich die Anhörigen irgendwie denen das so einfach und entspannt wie möglich irgendwie zu machen dass sie da Benachricht werden können, wenn irgendwas mit ihren Angehörigen ist oder sie was ändern können.

00:57:43: Und die ist auch Deutschlandweit tatsächlich verfügbar?

00:57:45: Oder ist jetzt nur für Leipzig?

00:57:47: Ich würde mal noch einen Punkt anschneiden wollen und zwar es ist ja immer ein bisschen schwierig über Geld zu reden aber ich gehe davon aus natürlich der Hausnotruf wird nicht nur überspenden finanziert sondern Da steckt natürlich auch bestimmte Finanzierungsmöglichkeiten dahinter.

00:58:08: Genau,

00:58:09: also im Endeffekt...

00:58:10: Wenn du darüber reden darfst?

00:58:12: Natürlich!

00:58:13: Das ist ja auch transparent und kann auf unsere Website gehen und schauen

00:58:16: was kostet

00:58:17: Ausnutruf.

00:58:18: Was ein großer Pluspunkt ist.

00:58:19: tatsächlich weil ich absolut richtig und wichtig finde dass das transparent irgendwo kommuniziert ist.

00:58:27: also wenn du dich jetzt dafür entscheidest deiner deiner großmutter zu sagen haus und ruf anzuschaffen dann gehörst du zu der generation die wahrscheinlich erst mal danach googelt.

00:58:35: Dann kommst du auf unsere webseite guckst was das ist sondern siehst du da.

00:58:38: okay es gibt mehrere vertragsformen bei uns.

00:58:41: Es gibt eine grundsicherheit

00:58:43: so pakete ja,

00:58:45: ja es gibt eine Grundsicherkeit und ein komplett sicherheit und komplett sicherheid plus und und und.

00:58:50: Und dann wirst du dort finden dass die Grundsicherung Ja, siebenundzwanzig Euro kostet und die Komplettsicherheit, äh, sechzig Euro vierzig im Monat.

00:59:01: Das sind monatliche Kosten!

00:59:02: Sooo... Läuft das jetzt?

00:59:06: Ja.

00:59:08: Also ich muss mich mal eben aus dem Schnitt melden Denn ein wichtiger Punkt bei der Finanzierung darf hier nicht fehlen Bei einem anerkannten Pflegegrad werden die Kosten für die Basissicherheit fast immer vollständig von den Pflegekassen übernommen.

00:59:22: Die Beantragung dafür übernehmen die Malteser.

00:59:25: So können sich die Teilnehmenden, die tollen Leistungen der Komplettsicherheit also guten Gewissens leisten und sind bestmöglichst abgesichert.

00:59:34: Und jetzt weiter im Text!

00:59:35: Das

00:59:35: heißt... Die Frau Müller bezahlt jeden Monat erst mal sechzig Euro vierzig an die Maltese und dann ist es so was hat sie für die Sechzig-Eurovierzig?

00:59:46: Die hat das Gerät dort stehen und kann vierundzwanzig Stunden jederzeit drücken und mit unserer Zentrale kommunizieren.

00:59:54: Na, das heißt der wird dort geholfen.

00:59:56: Es wird Hilfe geschickt und so weiter und sofort.

00:59:58: Sie muss sich nicht um das Gerät kümmern und und und.

01:00:01: Außerdem bei den Sechzig-Vierzig reden wir von der Komplettsicherheit.

01:00:04: Das ist einfach die häufigste Vertragsform.

01:00:08: Dort ist die Bereitschaft mit dazugeschalten.

01:00:11: Das heißt in den Sechszig-vierzig steckt auch unsere Bereitschaftsiehensmitrinnen.

01:00:14: bedeutet wenn die Frau Müller drückt und gestürzt es kommen rufen die Hausnotrufzentrale unseren Bereitschaftsdienst in Leipzig an oder in Dresden, oder in Heuerswerde und wir fahren dorthin und helfen der Person.

01:00:27: Ja.

01:00:29: So ganz klar!

01:00:30: Und das schickt bei den siebenundzwanzig auch nicht mit drin

01:00:32: aus?

01:00:32: Genau eben nicht.

01:00:34: die sieben und zwanzig Euro sind die Grundsicherheit.

01:00:36: Was heißt Grundsicherung?

01:00:37: Da steht das Gerät dort.

01:00:39: Das ist genau dasselbe.

01:00:40: Das Gerät steht dort Sie müssen sich noch nichts kümmern Wir bauen das Ding auf usw.

01:00:44: und sofort kümmer uns darum Die Akkus zu wechseln Wartung durchzuführen.

01:00:50: Aber sie sind nicht durch den Bereitschaftsdienst abgesichert, sondern müssen praktisch selber Leute nennen die dann praktisch Ansprechpartnerinnen für uns sind.

01:01:01: In ganz klassisches Beispiel ist... Nehmen wir mal an es gibt da ist mehr für mir ein Haus mit ... Da wohnen drei Generationen drin.

01:01:08: Da wohnt Enkel der Sohn und die Oma Und die OMA kriegt jetzt so einen Haus mit aufgerät.

01:01:14: Die anderen Parteien sind noch die ganze Zeit auf Arbeit.

01:01:20: Die Omi kriegt dort dieses Hausnotrufgerät hingestellt, kann drücken.

01:01:25: Telefonieren mit unserer Hausnotu-Rufzentrale aber unsere Hausnotuppenzitale ruft dann praktisch den Sohn oder den Enkel dazu?

01:01:30: Ja okay ich verstehe.

01:01:31: Ohne der kriegt eine Pushbenachrichtung per App?

01:01:34: Nee die werden angerufen weil das ist schon ein bisschen wichtig.

01:01:37: Da geht es ja ein bisschen um.

01:01:38: bitte ran gehen sozusagen.

01:01:40: Die Hausnotenrufzentrale ist da schon sehr izzig dahinter.

01:01:42: Da muss schon jemand erreicht werden.

01:01:44: Genau!

01:01:45: Das heißt dass eigentlich das Basismodell schlicht hin.

01:01:48: Das bieten wir auch in Regionen an, wo wir keinen Bereitschaftsdienst hinterlegen können.

01:01:53: Wenn man jetzt zum Beispiel ein Leipziger Umfeld betrachtet, je weiter man aus Leipzig rausfährt ... Wir können halt keine Bereitsschaft anbieten wenn wir einfach Anfahrtswege von einer dreiviertel Stunde oder sowas haben.

01:02:05: das geht nicht.

01:02:06: Wir wollen dann ja schon garantieren können dass wir schnell da sind.

01:02:09: Aber es ist wirklich so, wenn dort Leute dahinter stehen, Angehörige die vielleicht gleich nebenan wohnen oder noch Nachbarn die sich mit übern, dann ist das super!

01:02:16: Nass, die sind wir zwanzig Euro.

01:02:17: Muss den Bereitschaftsdienst nicht dahinter knallen?

01:02:20: Klasse!

01:02:20: Okay... Ja dann passt das ja.

01:02:22: Und oft ist es so dass das eben nicht funktioniert.

01:02:25: Es oft ist so dass es vielleicht keine Angehörigen gibt die in der Nähe sind.

01:02:30: Es ist oft so dass man dann mal hört meine Tochter die wohnt jetzt in Hamburg und mein Sohn ist nach München gezogen und dann bist du hier okay die brauchen irgendwie vier Stunden bis sie hier sind.

01:02:37: das ist Quatsch.

01:02:38: Die Leute sollen schon erreichbar sein für die Macht der Bereitschaft-Dienste natürlich Sinn

01:02:42: oder

01:02:43: für Angehöre Das hat man auch oft, die dann wirklich sagen okay ich würde das gerne abgeben.

01:02:48: Weil ich merke dass ich mit meinem Alltag da einfach an Grenzen stoße.

01:02:53: Super schlau, super selbstführend.

01:02:55: Dann sie sagen okay lass mich doch diesen den professionellen Bereitschaftsdienst dahinter setzen und ich weiß dort wird sich immer jemand kümmern Und ich hab nicht immer dieses Problem da muss erreichbar sein weil die Oma könnte stürzen.

01:03:05: Wird es auch für sinnvoll erhalten tatsächlich dass jede Person die irgendwie spätestens eine Pflegekrat bekommt?

01:03:10: Und alleine wo uns so ein Ding hingestellt kriegt

01:03:14: Von Gesetzeswegen.

01:03:15: Ja,

01:03:16: das finde ich jetzt als André gesprochen und ein spannendes Momentum wenn man sagt okay Es wird einem in dieser Arbeit ja bewusst wenn man nicht so viel mit dieser Generation oder mit dieser Gruppe der Gesellschaft zu tun hat wie viele Leute wirklich alleine dort in ihrem Hochhaus sitzen und niemanden unsig rum haben und nicht abgesichert sind.

01:03:36: Das ist

01:03:37: irre.

01:03:38: Ich kann mich in mehrere Situationen... Also, ich würde mich als einen recht empathischen Menschen schon ... schon bezeichnen.

01:03:47: Das Problem ist, ich kann mich in manche Situationen überhaupt nicht reinversetzen.

01:03:51: Ich kann mich nicht rein versetzen, nicht aufstehen zu können?

01:03:52: Das ist wirklich ein

01:03:53: Riechen.

01:03:54: Absolut!

01:03:54: Das ist richtig krass und ich könnte mir auch nicht... aber vielleicht bin ich da auch eine ganz andere Generation.

01:03:59: Ich könnte jetzt Thema Einsamkeit.

01:04:01: also ich kann mir vorstellen ältere Menschen drücken einfach mal einen Knopf weil sie mit jemandem reden möchten.

01:04:07: Definitiv!

01:04:08: Und

01:04:09: da kann ich mich tatsächlich auch nicht rein- versetzen.

01:04:11: Also nicht weil ich sage, ich möchte das nicht sondern wir fehlen da Und da vielleicht auch zum Glück, muss ich mal dazu sagen.

01:04:18: Bestimmte Referenzpunkte, dass ich sagen kann okay so kann ich es mir vorstellen oder so der Geschichten.

01:04:27: also das macht schon was

01:04:28: krass.

01:04:29: Das ist auch ein Riesenpunkt hinter dem Haus und Hof.

01:04:32: Also genau dieses... Dass das da ein Stück weit angegangen wird?

01:04:36: Das ist keine Lösung für einen Einsamkeitsproblem in dem Sinne Aber rein aus der banalen Sicht raus, dass den Leuten zumindest geholfen wird.

01:04:47: Wenn irgendwas passiert ist

01:04:48: es super!

01:04:50: Ich habe keine Statistik dahinter...

01:04:52: Ihr müsst mal Studien in Auftrag geben?

01:04:54: Ich

01:04:54: merke das nicht!

01:04:55: Vielleicht gibt's

01:04:57: die!

01:04:57: Wahrscheinlich gibt sie.

01:04:58: aber ich weiß, dass Leute drücken und sich mit der Hausnotrufzentrale unterhalten einfach nur weil sie einsam sind.

01:05:12: die drücken genauso, wenn sie vielleicht gerade in einer psychisch anstrengenden, fordernden Situation sind.

01:05:17: Auch das ist ein Notruf!

01:05:19: Wir müssen ja jetzt nicht über von dem gebrochenen Bein reden, sondern wenn jemand eine Panerke-Attacke hat oder in irgendeiner Art und Weise da, dann ist unsere Zentrale dafür damit den Leuten zu reden.

01:05:29: Und es kommt vor dass Leute diese Taste drücken, der Bereitschaftsthinsdienste hingeschickt wird weil sie sich nicht melden mit Absicht einfach nur damit da jemand kommt.

01:05:41: Das ist nicht der Sache grundsätzlich, aber keiner steht dort und kann dieser Sache böse sein.

01:05:46: Absolut.

01:05:47: Sondern wenn man einfach weiß ... Ah okay!

01:05:50: Da gibt es andere strukturelle Probleme dahinter, die man als Hausnotruf natürlich leider nicht gelöst kriegt?

01:05:55: Nee, nee klar.

01:05:56: Aber das fand ich gerade einen spannenden Punkt.

01:05:57: Wir gingen grad die Frage durch den Kopf Ist denn der Hausnotruf irgendwie dass man sagt Man darf den erst ab diesem Alter benutzen.

01:06:07: Weil wenn du jetzt sagst Panikattacken oder massive depressive Schübe, die ja nicht altersgebunden sind in eine bestimmte Richtung dann könnte ich mir halt auch vorstellen dass Menschen jüngeren Alters den Hausnotruf in Anspruch nehmen können.

01:06:27: Man denkt immer erst mal an alte Menschen, also an Senioren.

01:06:31: Weil es irgendwie naheliegend ist, dass die auf ihrer körperlichen Verfasstheit einfach dazu neigen in diese Situation zu kommen.

01:06:37: Das ist gar nicht so.

01:06:40: Natürlich ist das der Hauptteil unserer Teilnehmten aber ich glaube unser jüngster Teilnehmer war drei oder vier damals.

01:06:52: Es war einfach ein Kind ... Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber da ging's auf jeden Fall um eine Tumorerkrankung mit Anfallsleiden und so weiter.

01:07:03: Und die Mutter wollte einfach diese Hürde mit Notruf rufen

01:07:08: usw.,

01:07:09: sie wollte das einfach nicht haben oder einfach sagen, ich will diese Taste drücken, dann soll sich darum gekümmert werden.

01:07:14: Ich kenne Personen, die sind so alt wie wir, wir sind gleich alt.

01:07:20: Wir sagen jetzt nicht wie einen.

01:07:21: Nee, nee!

01:07:22: Aber die haben eine Multiplis Plerosa-Erkrankung und sind aufgrund dessen vielleicht schon an den Rollstuhl gebunden... Ich weiß von einer Einfassung, die auch Probleme hatte vom Umsetzen, vom Rollstühl ins Bett

01:07:39: usw.,

01:07:40: und die dann darauf stürzt Der wird genauso geholfen.

01:07:44: Es gibt keine Altersbindung an Hausnotruf, da steht nicht ... Du musst mindestens Geburtsjahr, neunzehnhundert, fünfzig sein oder was?

01:07:52: Um den Hausruf.

01:07:52: Nee, nee!

01:07:53: Das ist egal.

01:07:54: Wenn du das Gefühl hast, dass du das brauchst und dir das hilft, kannst du das abschlagen.

01:08:12: Ich möchte gerne als Person kommen.

01:08:14: Scheinste ja schon seit Studium... Und wenn ich davon ausgehe, du bist genau so alt wie ich, dann ... Machst du das ja schon ganz schön paar Jahre?

01:08:29: Wie war denn so... Erzählen Sie mal, Herr Krause.

01:08:33: Wie waren denn Ihr Bärdegas?

01:08:35: Hier ist ne Lücke im Lebenslauf!

01:08:37: Ja genau ich muss dazusagen dass ich ne... also berufsbiografisch bin.. Ist es auf jeden Fall spannend und die Maltese haben dazu beigetragen, dass da überall man ein bisschen was steht.

01:08:46: sozusagen Ich bin... Oh wann bin ich?

01:08:49: Ich bin nach Leipzig gezogen... ...Zwuhu Tausend Sechzehn

01:08:54: Ich

01:08:54: komme gar nicht aus Leipzig.

01:08:55: Du kommst auch nicht aus Dachsen?

01:08:56: Doch, ich komm aus dem Erzgebirge.

01:08:59: Schneeberg.

01:08:59: Kennt man?

01:09:00: Aus einem Schacht.

01:09:02: Bin nach Leipzig gezogen und war schon immer mein Sehnsuchtsort.

01:09:05: Schon als Jugend oft zu Konzerten hergefahren usw.

01:09:08: Bin hierhergezogen für das Studium.

01:09:11: Ich bin Sozialarbeiterin und hab meinen Masterstudium gemacht in Leip sich.

01:09:16: Es ist dann irgendwann so ... finanzielle BAföG und so weiter.

01:09:20: Das hört irgendwann auf, versiegt!

01:09:22: Und dann muss man sich ja darum kümmern, dass man irgendwie den Kopf über Wasser hält... Ich saß in der WG zum Frühstück bei einem Kumpel, da kennen auch meine Kommilitoren von mir.

01:09:32: Da saß eine Freundin von ihm die er schon früher kannte und ich habe gesagt, ich brauche mal einen Job nebenbei zum Studium.

01:09:43: Was macht man denn?

01:09:44: Man kann ja auch jetzt

01:09:45: zeigen.

01:09:46: Ja,

01:09:46: war nie mein Ding!

01:09:47: Ist nicht so mein Ding... Und dann sagt die, ich arbeite im Haus und truf und er kommt doch einfach mal bescheid und kommt mal rum.

01:09:54: Dann saß ich einen Tag später.

01:09:56: Nee, ich glaube sogar noch an demselben Tag, da saß sich bei der Frau Tabor.

01:09:59: Und darüber gesprochen sozusagen.

01:10:02: Genau, dann habe ich hier anderthalb knapp zwei Jahre ziemlich genau bis bis in die Corona-Zeit Bereitschaftsdienst gefahren.

01:10:13: Genau, und das hat, wie gesagt super ... Es war für mich immer super zu meinem damaligen Lebensentwurf sozusagen, er hat es übergepasst.

01:10:20: Das Geld hat gut dazu gepasst sozusagen zu dem was ich daneben beigebracht habe.

01:10:25: Dann gab's dann ... Ich hab nebenbei noch etwas anders gearbeitet bei einer Campervermietung.

01:10:31: Da hatte sich ein bisschen was für mich ergeben, konnte dort praktisch hier den Niederlassungen Leipzig leiten Auch drei vier Jahre

01:10:39: das Studium

01:10:39: oder was?

01:10:40: Nee, ich hatte mein Studium dann dort abgeschlossen.

01:10:42: Dann hat sich das dort aufgegeben bin dorthin wie gesagt ein bisschen spannende Berufsbiografie habe dann die Malteser erstmal verlassen.

01:10:48: Dann hats mich das andere aufgelöst und hab gedacht euch jetzt erst mal wo gehst du zu den Malteseern zurück?

01:10:54: Super da!

01:10:55: Irgendwie kommt man immer wieder zurück zu den Maltesen ja

01:10:58: wenn man

01:10:58: einmal angefangen hat.

01:10:59: Und

01:10:59: ich sag dir wenn du dich mit den Leuten hier in der Dienststelle unterhältst Ich sage dass ist eines der spannendsten Sachen hier.

01:11:06: Das ist so ein wildes Bundes Potburi an Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen hier anfangen.

01:11:11: Ja und jetzt sitze ich hier sozusagen

01:11:13: machen

01:11:15: Kundenbetreuer kümmer mich darum Die Leute einzulernen die Bereitschaftsdienste anfangen und arbeite noch im Menu Service.

01:11:22: Menu Service ist jetzt Essenausfahren?

01:11:25: Genau das

01:11:25: ist eigentlich das was man ganz klassisch unter Essenaufredern kennt von früher.

01:11:29: Das heißt wir machen hier Essen warm und schaffen das fahren mit einem auto sozusagen ist

01:11:34: eine riesen bandbreite an aufgaben.

01:11:36: Du hast ja vorhin schon mal kurz anklingen lassen, dass du vierzehn zwanzig stunden dienstes war.

01:11:39: dann irgendwann ha.

01:11:40: also habe ich genau also ich bin vor jetzt ziemlich genau zwei jahren Ja es die mich genau vor zwei jahren wieder bei den maltese gelandet.

01:11:51: sozusagen hab damals praktisch Bereitschaftsdienst gemacht und Essen ausgefahren.

01:12:00: Und ich habe dann wirklich fairerweise gemerkt, wir hatten damals noch nicht geteilt.

01:12:04: Wir hatten eine Tour sozusagen und ich konnte das nicht mehr gut wegstecken.

01:12:09: für mich also Ich hab dann gemerkt irgendwie Boah wenn du so ein paar harte Nächte hattest Das ist ein gutes Beispiel.

01:12:17: Du hast irgendwie zwanzwann schon einen Einsatz, liegst um zwölf im Bett, schläfst ein, kommst in deine Remphase ...

01:12:23: Halb

01:12:23: drei klingelt das Telefon wieder, fährst los bis vielleicht um vier wieder da, schläft wieder ein, musst um sieben wieder

01:12:28: los.".

01:12:28: Ich hab das nicht mehr ... Hab dann irgendwann gesagt Boah, ich glaub du schaffst es nicht mehr so gut!

01:12:32: Also das is auch anspruchsvoll Es IST auch ansspruchsvoll.

01:12:36: Dann da immer das Gut wegzustecken, so'n Bereitschaftsdienst, ne?

01:12:40: So eine Bereitshaft ist schon was Ordentliches

01:12:42: Kann ich mir gut Richtig gut vorstellen, dieses richtig

01:12:45: hart.

01:12:45: Dieses

01:12:45: ständige und wieder raus und wieder reinhassen.

01:12:48: Aber es scheint ja Leute zu geben, die können das richtig gut?

01:12:52: Absolut!

01:12:54: Ich ziehe meinen Hut vor allen Kolleginnen und Kollegen im Bereitschaftsdienst,

01:12:57: die da

01:12:58: so durchziehen, die teilweise nach zehn einsetzen dort irgendwie... Also

01:13:05: am Tag.

01:13:06: Zehn Einsätzen in diesen vierundzwanzig Stunden, dann irgendwie näßt vier und zwanzig Stunden... also nach der Pause dann wieder in die Bereitschaft kommen und sagen ich hab da Bock drauf, ich mach das absolut.

01:13:14: Das braucht's auch!

01:13:15: Aber lebt das?

01:13:16: Das ist wie meine Frage.

01:13:17: Wie sind denn die Pausen da angesetzt?

01:13:19: Also hast du dann nach vierundzwzig Stunden, erst mal vier und zwzig Stunden Ruhe?

01:13:22: Genau auf jeden Fall.

01:13:23: Also das ist sonst Wahnsinn.

01:13:25: Selbst das fühlt sich manchmal glaube ich ein bisschen hart an gerade wenn du eine richtig schlechte Nacht hattest und je nachdem wie du dazwischen wie dein Alltag an sich in der Woche geplant ist.

01:13:36: Wie gesagt, ich fahre vor fünf Jahren als Student!

01:13:40: Für mich war das ein Ordnung.

01:13:41: Weißt du was ich mein?

01:13:42: Das schlägst du doch weg.

01:13:43: Ja, also das waren ganz andere Settings.

01:13:48: Aber jetzt selbst meine Partnerin, wenn du dann nachts ... darf man ja auch nicht vergessen.

01:13:53: Wenn du nachts drei oder vier mal rausgeklingelt wirst Und wir hatten das für uns so geregelt, dass ich teilweise schon im Wohnzimmer gepennt habe.

01:14:02: Aber man merkt ja trotzdem, dass immer die Tür aufgeht.

01:14:04: Der Hund wird wach und läuft einmal durch die Bude.

01:14:06: Also du selbst ...

01:14:07: Es passiert ständig irgendein Platz?

01:14:09: Ja!

01:14:10: Und die wird auch immer wach also... Ja.

01:14:13: Auch nicht ohne.

01:14:14: Da steckst ja nicht nur du dahinter.

01:14:15: Auch gar nicht

01:14:16: ohne, ne genau.

01:14:17: Was war denn für dich dein ... ... spannender Fall.

01:14:21: Oder welche Situation hatte ich am meisten bewegt und ist dir im Kopf geblieben?

01:14:26: Oh, da könnte mir jetzt noch drei Stunden drüber reden!

01:14:29: Du, ich habe Zeit!

01:14:29: Ja ja...

01:14:31: Die Leute vielleicht nicht.

01:14:32: Es ist ganz unterschiedlich.

01:14:34: also Ich würde mich auch als sehr emotionalen Menschen einschätzen oder beschreiben wenn es darum geht wie die Bereitschaften, wie die Einsätze damals waren selbst heute bei den Leuten bin und ihnen praktisch das Gerät hinstelle, mit denen den Ablauf erkläre sozusagen.

01:14:55: Geht man schon oft zur Tür raus?

01:14:57: Und hat so ein Uf-Gefühl?

01:14:58: Also es gibt Sachen die sind bis heute im Kopf, die einfach witzig waren.

01:15:03: Ja klar!

01:15:03: Wo man einfach sagt, da muss man heute noch drüber lachen weil manchmal ergibt sich wirklich schon situativ komische Sachen vor Ort.

01:15:12: Sachen, die mir immer am Kopf geblieben sind, sind Türöffnungen, weil das wirklich ein Riesenpromborium ist also... Ich hatte zum Beispiel mal, das werde ich auch nicht vergessen.

01:15:22: Da bist du nachts halb zwei in so einem klassischen Hochhaus.

01:15:27: So ein richtiges Hochhaus wo viele Leute wohnen.

01:15:29: Das Ding hat zwölf Stöcke oder sowas.

01:15:31: Ein richtiges Ding.

01:15:32: Dann stehst du da irgendwo im siebten Stock.

01:15:34: es ist nachts.

01:15:35: wie gesagt lasst es um eins halb zweie gewesen sein.

01:15:38: Du stehst dort, stehst in der Wohnungstür und das Schlüssel passt nicht.

01:15:42: Und dann geht's erstmal los!

01:15:44: Also dann denke ich erst mal... ich antriebe jetzt blöde.

01:15:47: Hast du den Schlüssel?

01:15:48: Ist das der richtige Schlüssel?

01:15:50: Du hast immer dein Telefon dabei, wo unser Programm drauf ist und wir haben dort auch die Prägungsnummer in den Schlüssel eingeschrieben.

01:15:58: Das heißt du kannst doch noch mal gucken... ...ist da ein Schlüssel, den ich nach Hand hab?

01:16:02: Auch der Schlüssel hier beschrieben wurde?

01:16:04: Guck' ich drauf!

01:16:05: Ja, ist er richtig

01:16:06: beschrieben?!

01:16:07: Ah ok, nochmal probiert bist du jetzt so blöde irgendwie, das Schleus klemmt das irgendwie und ich habe dahinter gehört wie die Frau praktisch auf dem Boden saß und nach Hilfe gerufen hat.

01:16:17: Und ich habe aber nicht rausgerichtet, hat sie sich verletzt.

01:16:19: Geht das so weit gut?

01:16:19: Dann war er einfach nach Hilf gerufen und dann hast du Puls ohne Ende denkst du scheiße.

01:16:22: Ja ja Stresssituation.

01:16:23: So

01:16:24: ist es an der Tür geklopft.

01:16:26: Sie hat dann mitgekriegt dass ich da bin.

01:16:27: Ich hab gesagt ich krieg die Tür nicht auf.

01:16:29: Der Schlüssel stimmt nicht.

01:16:31: Warten Sie!

01:16:31: Dann hat sie versucht irgendwie mit ihrem Stock im Hintergrund die Tür aufzumachen.

01:16:36: Das ging nicht.

01:16:38: Dann fühlt sich jede Minute an wie eine Stunde.

01:16:40: Also lass das vielleicht fünf Minuten gewesen sein?

01:16:41: Ja, ja klar!

01:16:42: Ich habe aber auch nicht rausbekommen ob sie verletzt ist oder so.

01:16:46: Noch mal aus dem sieben Stock noch einmal runter, nochmal ins Auto, nochmal auf den Schlüssel, nochmal in den Ressort aufgemacht.

01:16:51: Nochmal geguckt!

01:16:52: Ist das wirklich

01:16:53: nicht?!

01:16:53: Das ist der richtige Schlüssel!

01:16:54: Mist!

01:16:55: Naja... So dann rufst du die Zentrale an und sagst so hey pass auf ich komme hier nicht rein.

01:17:00: Ich höre dass die Frau dahinter liegt, dass ihr Hilfe braucht, ich weiß nicht ob es angeschätzt ist.

01:17:04: Und dann geht's da los.

01:17:06: Dann ruft, das ist das gute Übergrenz.

01:17:09: Du als Bereitschaftsdienst hast immer die Hausnotrufzentrale als Ansprechpartner oder Ansprech-Partner.

01:17:13: Sei es du bist nie alleine, obwohl du alleine bist.

01:17:16: Darüber haben wir noch gar nicht geredet aber du fährst dir immer alleine.

01:17:19: Also du bist ja immer alleine unterwegs!

01:17:21: Sei es nach Teil drei, du stehst alleine in dieser Tür und das finde ich auch... Das ist so anspruchsvoll an der Sache weil du alleine für dich einschätzen musst geht's der Person gut?

01:17:32: Wie gesagt, medizinische Vorausbildung reden wir von der ersten Hilfeausbildung plus dieser wiederkehrenden Schulung darin auf was es zu achten.

01:17:42: Was ist im Hausnudruf gerade speziell so?

01:17:44: Und dann stehst du alleine dort und ja...und Du hast aber die Hausnutrufzentrale als Ansprechpartner kann sagen hey ich stehe da und sag so ey was auf der Schlüssel nicht!

01:17:51: Ich muss hier rein.

01:17:52: Dann kommt die Feuerwehr,

01:17:53: da kommt

01:17:54: die Polizei.

01:17:55: Da kommt der Rettungsdienst und dann kommt das Schlüsseldienst so.

01:17:58: Und in dem Fall war es so, da kommen die Feuerwehre.

01:18:01: Das waren sechs Leute, weil sie haben natürlich ihre Auszubildenden

01:18:03: mit.

01:18:04: Na klar!

01:18:05: Früh um wann?

01:18:05: Zwar nach zum zwei Uhr.

01:18:07: So, dann kommt die Polizei, weil es ist eine Türöffnung, das ist ja nicht ohne.

01:18:12: Also wir reden hier von einer fremden... Du musst ja hier ne fremde Wohnung rein.

01:18:16: Es sind ein bisschen spannend, ich hab den Schlüssel eigentlich, der klappt nicht so.

01:18:21: Dann dazu noch der Rettungsdienst, der wird automatisch mit ausgelöst.

01:18:25: Mit dem Feuerwehr-Einsatz gemeinsam, weil es kann ja sein das was ist.

01:18:28: Das waren auch drei Leute ... Ich glaub wir waren am Ende von fünfzehn Leuten in diesem Gang standen und dann wird da die Tür aufgebrochen von der Feuerwehr, dann geht's da rein usw.

01:18:38: Und sofort ist die Polizei da, die wiederum warten muss bis da Schlüsseldienst da ist, weil sie dafür zuständig sind dass die Tür wieder zugeht ordentlich.

01:18:48: So warum ging der Schlüssel jetzt nicht?

01:18:50: Wir haben den Schloss ausgetauscht.

01:18:52: Wirklich?

01:18:52: Pass auf, du lachst aber das ist ein Riesenklassiker im Hausnotruf!

01:18:57: Wir waren dort keine Ahnung.

01:18:58: wir haben die Frau wahrscheinlich vor fünf sechs Jahren angeschlossen.

01:19:01: Ja und bei den Anschlüssen... Das ist schon fast immer ein bisschen übertrieben.

01:19:04: wie sehr wird darauf hinweisen?

01:19:05: ich sage Frau Miller Sie müssen uns bitte Bescheid geben wenn sie das Schloss mal tauschen weil wir kommen nicht in ihre Wohnung rein.

01:19:12: Und da war es halt so dass sie wirklich uns vergessen hatte Bescheids zu sagen.

01:19:14: Da ist richtig was los, aber mein Lieber ist die Tür offen und ich hab die Frau Müller aufgehoben.

01:19:20: Und da geht's gut als nicht.

01:19:22: Das ist schon okay.

01:19:23: Aber was das bindet an Leute?

01:19:25: Was für eine Aufregung ist?

01:19:26: Dazwischen habe ich noch einen Folgeeinsatz bekommen.

01:19:29: Ich war ... Die Tür wurde aufgemacht.

01:19:32: Und die Feuerwehr ist dann schon los.

01:19:35: Der Rettungsdienst ist auch schon los, weil die Person ... Die braucht den medizinischen Hilfe.

01:19:39: Aber es musste noch auf den Schlüsseldienst gewartet werden, war aufgrund ihrer Verfasstheit jetzt nicht in der Lage, das alles so selber einzuschätzen.

01:19:51: nach Zeit zwei.

01:19:51: Deswegen

01:19:52: sind wir

01:19:52: mit da geblieben.

01:19:53: Ich habe einen Folgeeinsatz bekommen.

01:19:55: Der war Gott sei Dank fünf Minuten woanders nebenan.

01:19:57: Ich bin los.

01:19:58: Da drin gefahren hab die Fassinenaufgaben wieder zurückgekommen und hab auf den Schlüsseldienst gewartet.

01:20:02: Am Ende fahr ich irgendwann halb fünf zu Hause oder so.

01:20:05: Und dann hast du auch schon ...

01:20:07: Also dann brauchst du eigentlich eine gute Kaffeemaschine?

01:20:11: Genau sozusagen!

01:20:13: Das ist

01:20:13: zum Beispiel so ein Thema.

01:20:14: Wenn wir Dienstberatung hier haben, dann ist es oft so dass wir zum Ende wenn alle anderen thematischen Sachen die man so mal bequatscht.

01:20:22: Es ist oft so das alle irgendwie ihre Sachen teilen, die so passiert sind von Einsätzen reden einfach aus einer Psycho-Hygiene raus um das mal loszulassen weil dann gibt man... Man ist dann schon oft mit Schicksalen konfrontiert die einen nicht so kalt lassen die man auch wirklich mitnimmt.

01:20:40: und Ja, wir sind jetzt nicht der Rettungsdienst.

01:20:43: Der viel krassere Sachen den ganzen Tag, vierundzwanzig Stunden sieht oder wir sind auch noch die Notaufnahme im Kackenhaus aber trotzdem lässt das eigentlich alleine.

01:20:51: wenn man dann trotzdem mit Personen vielleicht konfrontiert ist, die so alleine sind und man sieht boah hier müsste eigentlich mehr Hilfe ran und man lässt die Person dann vielleicht in so einem

01:21:00: ...

01:21:02: Pflege ist ein Riesenthema.

01:21:03: Du kommst dorthin mit einem Sturz, mit einem langen Liegen sind oft auch Sachen verbunden.

01:21:08: die Leute wollten aufs Klo haben es nicht mehr geschafft und so.

01:21:12: Ist eigentlich natürlich unser Ding.

01:21:13: wir verlangen das von niemandem.

01:21:15: aber boah lässt du die Person dort in ihren eigenen Sachen liegen?

01:21:18: Aber

01:21:18: man macht's ja trotzdem irgendwie genau

01:21:20: und das ist so ein bisschen tricky weil keiner von uns ist darauf ausgebildet macht das qualitativ hochwertig aber da is das Zwischenmenschliche.

01:21:29: Du lässt das dann nicht da.

01:21:30: Auf jeden Fall!

01:21:31: Dann versuchst du halt direkt... Ich mein, tagsüber versuchste deine Pflegedienst halt anzurufen oder Angehörige aber was ist ein Nachtzeibtrei?

01:21:39: Na ja, dann wechselst du die Hose und dann guckst du, dass die Person trocken wird ans Bett kommt.

01:21:44: Und das musst natürlich noch mal raus.

01:21:45: also bin ich wirklich schon richtig froh drüber, dass ihr euch da so einander habt.

01:21:49: Super, ich finde es auch gut gerade genau.

01:21:52: Daniel, was praktisch unser Teamleiter hier in Leipzig ist.

01:21:54: Der ist für alle immer erreichbar.

01:21:57: Das heißt wenn ich nachts halb drei irgendwo bin und ich habe dort vielleicht eine Wiederbelebung... Ich muss jemanden wiederbeleben!

01:22:05: Es verstört mir jemand im Einsatz und das ist ein Thema worüber wir noch gar nicht geredet haben.

01:22:10: aber das Ding...das ist ein thema.

01:22:13: Mir ist es noch...ich hab die das nie erlebt.

01:22:17: Ich muss es auch nicht erleben Gott sei Dank.

01:22:19: Aber es gibt Kolleginnen, die das hatten.

01:22:21: Wo du sagst, da kommst dazu und musst wiederbeleben oder die Person stirbt während du da bist ... Dann hast du immer das offene Ohr bei uns.

01:22:29: Du kannst Daniel anrufen und sagen hier nach selbst.

01:22:32: Und dann sagen wir, ey, ich glaub, dass ist mir zu dick, kann sich die Bereitschaft abgeben?

01:22:35: Ich hab dich

01:22:35: gekümmert!

01:22:37: Oder nach, keine Ahnung, nach vierzehn Einsätzen.

01:22:39: Dann stehst du auch im Büro und sagst Boah.

01:22:41: Da

01:22:41: wird geguckt.

01:22:43: Dass man das hinkriegt

01:22:44: zur größten

01:22:44: Not.

01:22:44: Wir sind zwei Bereitschaften, wird zusammengelegt.

01:22:49: Das ist ein Ding, das ich auch bei offenem Maltesern kenne.

01:22:52: Und Wertschätze, dass sich wirklich gekümmert wird.

01:22:54: Hier muss niemand über seine Grenzen gehen und wenn er drüber gegangen ist, gibt es genug Raum, genug Möglichkeiten zu

01:22:59: besprechen.

01:22:59: Die psychosoziale Notfallversorgung wird vielleicht sogar ein Thema sein?

01:23:02: Also gerade bei solchen krassen Fällen wie du es grade gesagt hast... Wichtig

01:23:05: genau!

01:23:05: Denn die Möglichkeit besteht natürlich auch immer.

01:23:07: Aber hier ist es also von den Fällen, dass ich kenne, das wirklich zu sagen, dann würde unser Team leider angerufen, dann wurde erst mal zurückgesetzt geguckt.

01:23:12: Wie geht's dir jetzt?

01:23:14: Erstmal und es gibt immer die Möglichkeiten.

01:23:15: Genau, die Maltese haben natürlich die Möglichkeit, unsere Notfalldienste intern natürlich auch kümmern, wenn du ihn kannst.

01:23:23: Aber wie gesagt das ist auch was immer stehen bleibt, was wir auch in der Ausbildung also in der Einarbeitung der Leute, der Bereitschaftsdienstleistenden immer wieder sagen guckt passt da auf euch auf!

01:23:34: Das klingt, das klingt alles banal.

01:23:36: Ich fahr da hin und heb ne Omi auf und hau wieder ab.

01:23:38: Das ist es nicht!

01:23:39: Man wird hier... Du wirst dann schon... Es gibt genug Grenzsituationen mit denen du dann konfrontiert bist hier.

01:23:44: Nicht so wie den ganzen Tag, verstehen wir nicht falsch?

01:23:46: Aber die gibt's und das ist gut.

01:23:47: Natürlich.

01:23:47: Und auch muss man ein bisschen vorbereitet sein

01:23:49: natürlich.

01:23:49: Ja, auf jeden Fall.

01:23:49: Und

01:23:50: ich hab manchmal so'n bisschen das Gefühl gerade als Student ist das ja nochmal vielleicht, ich sag bewusst, vielleicht noch mal ganz anderer eine ganz andere Erfahrung.

01:24:03: Weil du bist da noch mal viel, viel näher als nur jetzt vielleicht ... Das ist auch wieder ein Klischee, das weiß ich.

01:24:10: Aber vielleicht nur über deinen Büchern die ganze Zeit am Feiern und ... Du gehst richtig tief in die Realität rein.

01:24:18: Anders als im Rettungsdienst auf jeden Fall natürlich.

01:24:22: Ich glaube, dass macht was mit einem.

01:24:24: Ich hab mein Ziel wie im Krankenhaus gemacht.

01:24:26: Und es macht dann... Definitiv was mit einem.

01:24:30: Auf jeden

01:24:30: Fall, auf jeden Fall in meinem Land das... Man sieht dann nochmal eine andere Realität.

01:24:34: definitiv und ich weiß auch dass es nicht für jeden ist.

01:24:37: also gibt auch Leute die dann nach ein paar Wochen gemerkt haben Das ist nichts für die Person.

01:24:42: Ja weil es halt wie gesagt so ne vierundzwaldhunden Bereitschaft ist fordernd wenn genug Einsätze reinkommen Wenn man jetzt von den Senioren als Hauptmenge an Menschen, als Teilnehmern ... Das ist auch nicht jedem gegeben mit diesen Menschen umzugehen.

01:25:05: Ja, das stimmt.

01:25:06: Schon in Ordnung?

01:25:08: Wow!

01:25:09: Also wie viele Sozialthemen du einfach nur in so einem doch vermeintlich rechts ... Einfach'n banalen Thema, dann mach's.

01:25:22: Aber du gehst halt in alle Extreme irgendwie rein!

01:25:39: Den Autos habt ihr denn jetzt

01:25:40: eigentlich pro Person eigentlich eins?

01:25:42: Genau, wir

01:25:42: haben doch praktisch zwei Autos, die werden immer

01:25:44: noch weiter stehen.

01:25:45: Ähm... Noch einer Satzauto, weil kaputter Auto ist

01:25:51: das ein Thema und man weh's ja nie.

01:25:53: Ja genau.

01:25:54: Das ist jetzt dieses klassische Hundefänger an Anführungsstrichen, nenn ich das immer ne?

01:25:58: Dann hast Du halt hier hinten jetzt einen Tresor drin Da sind die ganzen Fächer an sich noch mal abgeschlossen und dann siehst du hier zum Beispiel ... ... vierhundert-einz bis fünfhundert.

01:26:08: Das heißt, wenn ich das jetzt aufschließe... ... haben wir ein großes Schlüsselbrett, wo von Nummer vierhundert eins bis fünf hundert alle Schlüssel stecken.

01:26:17: Genau!

01:26:17: Und jede Nummer ist eine Person unter dem

01:26:19: Speichelt?

01:26:19: Genau.

01:26:21: Die Schlüssel haben jetzt praktisch so eine Kennung drauf.

01:26:22: Das ist einmal der Schlüsselplatz plus hier unten eine sechsstellige Nummer.

01:26:26: Das ist eine Art Kundennummer.

01:26:33: D.h.,

01:26:33: darüber läuft die Identifikation auch, dass wir wissen welcher Schlüssel wohin gehört?

01:26:37: Weil wie gesagt es wäre ja dumm wenn jetzt hier die Frau Müller drauf steht irgendwie in der Karl-Heine Straße.

01:26:41: Logisch, klar!

01:26:42: Und so ist das super gepackt... Ist ein riesen Thema für die Leute immer.

01:26:48: natürlich war was ist jetzt mit meinen Schlüsseln absolut so richtig finde ich das auch.

01:26:52: Schwer vorstellbar jemandem fremden den Wohnungsschlüssel zu geben.

01:26:54: Richtig, richtig.

01:26:55: Man kann aber gut sagen schauen sich ist das Auto da ist der Tresor drinnen und da drin ist ohne unerkenntlich ihr Schlüssel Und gut ist.

01:27:03: Selbst wenn hier mal was irgendwie offenbrochen werden würde...

01:27:05: Genau, das ist auch ein Satz den ich immer habe.

01:27:08: Ein Satz, den ich noch sage bei dem Anschluss, sagen wir mal selbst, wenn sich jemand das Auto aufbricht und dann den Dressor aufbriht und von diesen tausend Schlüsseln irren nimmt, sind die immer noch nicht wo sie damit hinfahren sollen?

01:27:17: Genau, unterhalbzig ist ja doch nochmal ein bisschen größer.

01:27:19: Ich wollte gerade sagen da wird es hart jedes Haus auszuprobieren.

01:27:24: Was man immer noch dabei hat, ist eine Notfalltasche also ne erste Hilfetasche.

01:27:28: Die nimmt man logischerweise immer mit Weil du ja nie weißt, was oben ankommt.

01:27:33: Da ist alles drin, was in dem ersten Hilfekoffer drin ist.

01:27:35: Ganz viel... Man braucht dann schon oft mal Pflaster, einen neuen Verband.

01:27:40: und was wir immer noch mit drinnen stehen hier ist es unsere Hebelhilfe sozusagen.

01:27:44: Das ist im Endeffekt ein Stuhl, den man unter jemandem zusammenbauen kann, der liegt.

01:27:49: Das heißt, eine Person muss liegend auf dem Rücken da liegen und das Gesäß kommt an praktisch die Haupteinheit.

01:27:55: Das ist ein riesen Akku Und in diesen Akku steckt man praktisch eine Rückenlehne und Beine, mit einer Fernbedienung setzt man die Person auf.

01:28:05: Aber das schafft man auch alleine tatsächlich?

01:28:07: Oder

01:28:08: sollte da eigentlich... Der Sinn dahinter ist, dass du alle Leute alle aufheben kannst!

01:28:12: Weil eigentlich sollst du Leute möglichst mit diesem Ding aufhebeln.

01:28:17: Das ist die Idee weil es einfach rücken schon ohne Ende ist.

01:28:20: Es ist super.

01:28:22: Jetzt ist es so, dass wenn du eine Person nicht immer so findest, dass Du das Ding aufbauen kannst Weil ich eine sehr leichte Person, die nur nach fünfzig-sechzig Kilo wiegt.

01:28:31: Das kriegt man selber noch gut angehoben, aber auf einer bestimmten Menge ist das einfach nicht mehr gut.

01:28:35: Dafür haben wir das Ding.

01:28:37: hilft mega!

01:28:40: Machen wir ab und wieder.

01:28:41: Ja erst mal dazu machen.

01:28:44: Damit es gleich wieder einsatzbereit ist.

01:28:49: André vielen vielen lieben Dank für deine Zeit.

01:28:52: Danke hier.

01:28:53: Und diesen wirklich schönen sonnigen Samstag

01:28:57: Ja, danke gleichfalls.

01:28:58: Das soll ja super werden!

01:28:59: Danke für dein Interesse am

01:29:00: Hausrohrdruf!

01:29:01: Ich hoffe, wir könnten das

01:29:02: gut vorstellen und ein bisschen Bild machen.

01:29:03: Gebe ich

01:29:04: immer weiter jetzt... Hatte ich tatsächlich meine Kollegin die meinte, ah, Hausroh-Druf, müssen wir jetzt installieren?

01:29:10: Habe ich gleich gesagt, ja, ich kenne jemanden.

01:29:14: Also, dass

01:29:14: ist mega.

01:29:14: Ob sie jetzt die Mathe so gewählt hat oder nicht, das weiß

01:29:16: ich jetzt.

01:29:17: Hauptsache abgesichert.

01:29:19: Richtig, richtig.

01:29:20: Natürlich gut bei uns.

01:29:21: Vielen

01:29:21: lieben Dank und

01:29:23: kommt gut heim.

01:29:35: Das war die zweiundreißigste Folge der Malteser-Blinke.

01:29:38: Wer möchte, darf zu dieser Folge sehr gern Feedback hinterlassen – entweder direkt oder über eine Bewertung bei Apple Podcasts oder Spotify!

01:29:47: Wer uns weiterhin unterstützen möchte, teilt die Folge in den sozialen Medien wie Facebook und Instagram.

01:29:53: Informationen zu allen bisher erschienenen Folgen sind unter www.maltesa-sachsen.de zu finden oder überall dort wo es Podcasts gibt.

01:30:03: Ich bin Michael Piech und ich freue mich schon auf die nächste Folge.

01:30:07: Bis dahin, ciao!